Kunst-Wettbewerb 2012 mit 8.000 €
und 3 x Galerieverträgen
Stellenausschreibungen
Presse
- »Formulierte Schönheit in der Malerei« - Vernissage in der Achtzig-Galerie
- »Authentizität überdauert Kalkül« - Die Berliner Galeristin Diana Achtzig
- Pressetext zu Sylvester Antony: "Gott erschien in Berlin"
- 20:00 Uhr Nachrichtenbeitrag: "Shoefity" - N24.de
- Neues Deutschland - Mythos »böse Frau« von Anouk Meyer
- Kleine Zeitung - Mit 34 Bildern nach Berlin
- ZDF-Beitrag - „Berlin Brunnenstraße - Quelle der Kunst“
Ankündigungen Vernissagen
- Vernissage am 18. Mai 2012, 19:00 Uhr
Ausstellung: 19.05.2012 - 09.06.2012 - Kunstwettbewerb März // Vernissage am 16.03.2012 um 19:00 Uhr // Ausstellung 17.03.12 - 14.04.12
- April Vernissage am 20.04.12 um 19:00 Uhr // Ausstellung: 21.04.12 - 12.05.12 // Doppelausstellung
- Mai Vernissage am 18.05.12 um 19:00 Uhr // Ausstellung: 19.05.12 - 09.06.12 // Gruppenausstellung
- Juni Vernissage am 15.06.12 um 19:00 Uhr // Ausstellung: 16.06.12 - 14.07.12 // Gruppenausstellung
Kunstwettbewerb der Achtzig Galerie von 2011 mit 12 Künstlern
- Kunstwettbewerb März // Vernissage am 16.03.2012 um 19:00 Uhr // Ausstellung 17.03.12 - 14.04.12
Laufende Vernissage
- 18. Mai 2012, 19:00 Uhr - Vernissage
»Gipfeltreffen der schönen Künste«
Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst Berlin - 16. März 2012, 19:00 Uhr - Vernissage
Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst Berlin - 17. Februar 2012, 19:00 Uhr - Vernissage
»Achtzig contemporary gallery« in der Achtzig-Galerie Berlin - 20. Januar 2012, 19:00 Uhr - Vernissage
»contemporary gallery« in der Achtzig-Galerie Berlin - 09. Dezember 2011, 19:00 Uhr - Vernissage
»contemporary artists« in der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst - 11. November 2011, 19:00 Uhr - Vernissage
Sündenfall: Hard Art Candy – The Louvre of Ghosts in der Achtzig-Galerie - 07.10.2011, 19:00 Uhr - Vernissage in der Berliner Brunnenstraße
- Vernissage am 09.09.2011 um 19:00 Uhr // Ausstellung: 10.09.11 - 01.10.11
- 15.07.2011, 19:00 Uhr - Vernissage Terra Incognita in der Achtzig-Galerie
- 10.06.2011, 19:00 Uhr - Vernissage
»Lebenszeichen – Contemporary Fine Arts« in der Achtzig Galerie - 13.05.2011, 19:00 Uhr - Vernissage
Ein KunstSommer in Berlin - »Lucy in the Sky with Diamonds« - 15.04.2011 - Vernissage »Revolution«
- 11.03.2011 - Vernissage »Kunstwettbewerb 2010«
- 11.02.2011 - Vernissage »Zukunftsbilder«
- 06.02.2011 - »Kunstwettbewerb 2010«
- 14.01.2011 - Vernissage »Kalter Schauer«
- 10.12.2010 - Vernissage »Zeitgenössische Kunst«
- 12.11.2010 - Vernissage »Radikale Kunsträume«
- 15.10.2010 - Vernissage »Stadtlandschaften«
- 03.09.2010 - Vernissage »Obsessive Malerei & neuer Zeitgeist«
- 02.07.2010 - Vernissage »Die bösen Wilden«
- 04.06.2010 - Vernissage »Skurrile Wesen des Urknalls«
- 07.05.2010 - Vernissage »Tanzende Götter«
- 02.04.2010 - Vernissage »Böse Frau sucht Mann«
- 05.03.2010 - Vernissage »Retrospektive über Maxim Karikh«
- 05.02.2010 - Vernissage »Frühlingserwachen«
- 08.01.2010 - Vernissage »Berlin träumt in Pastell«
Vernissage »Gipfeltreffen der schönen Künste«
am 18.Mai 2012 um 19:00 Uhr, Vernissage in der Achtzig-Galerie
Zartgrüne Maitriebe der Baumwipfel sprießen empor ins Licht der Brunnenstraße 150 in Berlin Mitte, um zu metamorphisch ausgewachsenen großen und grünen Baumschönheiten zu verschmelzen. Die Achtzig-Galerie für zeitgenössische Kunst präsentiert im grünen Mai 2012 neue Kunstwerke aus internationalen Ateliers ihrer Künstler.
Die Vernissage mit dem Titel: »Gipfeltreffen der schönen Künste« breitet ihre ästhetisch und inhaltliche Brüche zwischen der gegenständlichen und ungegenständlichen Malerei über die Photographie bis hin zur Skulptur aus. Die Farben, Linien, Flächen, Formen, Licht und Schatten überlagern in ihrer Bildsprache die einzelnen Kunstgattungen der bildnerischen Ästhetik und modernen Medienkultur miteinander.
Es geht um die Positionen des Galerieprogramms der gegenständlichen Künstler der schönen Malerei: Heike Huismann, Gesine Imhof, Isabella Siller und Irene Messing. Auch die abstrakten Positionen sind aus einer gegenwartsbezogenen Präsentation einer Galerie nicht mehr weg zu denken, hierzu hat die Kuratorin und Galeristin Diana Achtzig auch die beiden Künstlerinnen sorgfältig ausgewählt: Petra Meyer und Katalin Jakob. Im Bereich der Photographie werden Werke von Martin Maurer und Elke Lehmann gezeigt. Matthias Trott schlägt mit seinen filigranen Holzskulpturen eine Brücke von der Malerei zur Holzbildhauerei und somit zwischen den »Schönen Künsten«.
Spannend ist der künstlerische Dialog der folgenden Positionen miteinander: Heike Huismann thematisiert in ihren Ölbildern die imaginäre Freiheit der Jugend, Geschwisterbeziehungen mit dem Bild: »Schwestern« und die Beziehungen zu Tieren z.B. mit Haustieren auf dem Kopf (Bild: »Mit Vögeln«). Die historisch anmutenden Farben des Francesco de Goya sind bei Heike Huismann nicht zu übersehen, diese sind auf sehr eigne Weise verwand.
Gesine Imhof stellt das gewaltsame Aufschneiden des Granatapfels (Bilder: »Point of View«, »Dessert« und »Disruption«) in den Mittelpunkt ihrer Auseinandersetzung und damit auch die Strukturen der menschlichen Beziehungen einer Trennung und Versöhnung in Frage. Isabella Siller zeigt die fröhliche unbeschwerte Jugend, tanzende Kinder mit rot glänzenden Herzluftballons, das erinnert an ein Maifest, vor einer historisch stimmigen Architektur. Der inhaltliche und wohlüberlegte Bruch zeigt auf weiteren Werken die heutige und bewusste Haltung keine Tiere zu essen.
Irene Messing kreist um die Frage nach der Familienbeziehung, somit durchdringt sie die Vielschichtigkeit der familiären Strukturen, die unmittelbar jeden einzelnen Menschen betreffen. Sind es nicht die Beziehungen, die bei jedem Menschen die stärksten Emotionen und Gefühle freisetzen und »die Schönheit der Familie« in Frage stellen?
Die Malerin haucht ihren Tableaus ihre eigene Seele und Kindheits- und Familienerfahrung ein mit den Bildern: »Ahnenwinkel« und »Freischwimmer«.
Die kontrastreiche Bildsprache in strenger Poesie der Abstraktion: von blauschimmernden Flächen, feinen Linien, grafischen Ölbildern (bei Meyer), organischen Lebensadern, alten und gegenwartsbezogenen Familienerfahrungen (bei Jakob) berichten die beiden Positionen Petra Meyer und Katalin Jakob in ihrer Bildsprache. Die Vernissage präsentiert Künstler die sich täglich mit der Schönheit konfrontiert sehen und unter die schöne Oberfläche blicken, denn dort brodelt der hässliche Abgrund, die zerbrochene Schönheit, zerstörte Familien und die geheimnisvollen Schatten unserer Vergangenheit und Zukunft.
Die Positionen des Galerieprogramms der Achtzig-Galerie für zeitgenössische Kunst für Photographie präsentiert sehr erfolgreich Martin Maurer und Elke Lehmann. Hier zeigt sich der Spannungsbogen zu neuen Blickwinkeln aus der ein sommerlicher Schatten am Stand von Martin Maurer mit den Werken »A Walk on the Beach« I.-III., gefundene Materialien und rundes Glas in Farbe getaucht werden und zu neuem Leben von Elke Lehmann mit den Arbeiten »Blaue Kugel Studie mit Licht« 1-2 emporsteigen. Der sinnliche Lebenshauch den der Künstler in seine Arbeit einfließen lässt, offenbart ungeahnte »Schönheiten der Photographie« und bietet eine bannende Bildwelt für den Betrachter.
Filigrane, durchbrochene und figürliche Eichenskulpturen vom Holzbildhauer Matthias Trott z.B. mit den Werken »EINsicht II.« und »DurchDringung« rekurrieren auf die Schönheit der menschlichen Beziehungsstrukturen und schließen den Kreis zum »Gipfeltreffen der schönen Künste«. Die Vernissage zur Ausstellung findet am 18.Mai 2012 um 19:00 Uhr in den Galerieräumen der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst in der Brunnenstraße 150 in 10115 Berlin Mitte statt. Die Ausstellung selbst ist für Kunstinteressierte, Künstler und Sammler vom 19.05.2012 bis zum 09.06.2012 geöffnet.
Ausblick: Die nächste Vernissage ist am 15.06.12 um 19:00 Uhr mit einer Gruppenausstellung vom 16.06.2012 bis zum 14.07.2012. Ferner findet am 20.07.12 um 19:00 Uhr eine Juli Vernissage in der Galerie statt. Des Weiteren werden in diesem Jahr vermehrt gegenständlich malende Künstler aus der »Neuen Leipziger Schule« in dieser Galerie für Gegenwartskunst präsentiert beispielsweise Alex Bär.
Als Kuratorin und Galeristin führt Diana Achtzig seit 1990 schon die 2. Galerie und jedes Jahr einen Kunstwettbewerb und Art Award 2012 für die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst durch. Auf der folgenden Webseite: www.kunstwettbewerb.com können sich alle Künstler »online anmelden« und ihre Kunstwerke als Foto selbst hochladen. Die Ergebnisse der vergangenen Kunstwettbewerbe z.B. von 2010 bis 2011 können dort auf der Internetseite besichtig werden.
»Formulierte Schönheit in der Malerei«
Vernissage in der Achtzig-Galerie
Die Aufnahme in ein Galerieprogramm haben die Künstlerin Karin Scheucher aus Österreich und der Schweizer Florian Froehlich erfolgreich gemeistert. Nun werden beide Positionen in einer Doppelausstellung zusammen am 20. April 2012 um 19:00 Uhr (Vernissage) in der renommierten Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst im Berliner Galerienviertel präsentiert. Unter der prominenten Adresse Brunnenstrasse 150 in Berlin-Mitte verbirgt sich eine herrliche Galerie mit Rundbögen und mit riesigen Schaufenstern vom Fußboden bis zur Decke. Die kuratierte Ausstellung von der Galeristin und Geschäftsführerin Diana Achtzig gibt den Gemälden Raum und Wirkungsfläche zum atmen. Diana Achtzig hatte bereits ihre erste Galerie 1990 in Amsterdam eröffnet und erfolgreich geführt.
Beide Positionen Scheucher und Froehlich setzen sich ernsthaft mit dem Thema Mensch auseinander. Bei Karin Scheucher sind es die offensichtlichen und subtilen Beziehungen der menschlichen Wesen untereinander und die Intimität. Bei der Position Florian Froehlich drängen die Menschenmassen als eine amorphe Masse, die Individualität unmöglich macht auf ein imaginäres Ziel hin und die Masse verlässt sogleich die Begrenzung der Leinwand. Um Spuren auf weiteren verstreuten Leinwänden als Skulpturenbilder zu hinterlassen. Damit bilden seine Werke die besondere Brücke zwischen szenisch beleuchteten Bühnenbildern, Malerei, Objekten und Skulpturen und so kreierte er in diesem Jahr seine neuen Skulpturenbilder: »Crowded crowds I. bis III.«. Die Werke dieser Doppelausstellung »Formulierte Schönheit in der Malerei« der Achtzig-Galerie leben von der Spannung zwischen Figuration und Abstraktion in der Gegenwartskunst.
Die Figurationen und Abstraktionen entfachen die spannungsvolle Dramaturgie mit der Karin Scheucher ihre Lesart zur Malerei umfängt, denn es bleibt offen, ob sich die angedeutete Beziehung vertieft oder verflüchtigt. Oft sind es die Bruchstellen zwischen Utopie und Wirklichkeit auf der ewigen Suche nach Liebe, die den Menschen in seinen dramaturgischen Bann ziehen z.B. bei den Gemälden »Bugaboy« und »Paar I. bis III«. Der weibliche Körper rückt in den Fokus von Scheuchers Betrachtung z.B. bei dem Bild »Körperschwund«, sie erzählt mit ihren Bilderwelten Geschichten über Verletzlichkeit, Abgründe, Identitäten und sie untersucht die Intimität (Bild: »Marias Tröster«) der Individuen in Naturtönen mit experimentellen Mischtechniken in Acryl.
Ihr Atelier liegt mitten in der wertvollen Natur von Österreich und somit mischt sie die Naturtöne in der Naturumgebung an, um ihren Ideen auf der Leinwand Leben einzuhauchen. Die Authentizität dieser Künstlerin dürfte somit nachhaltig gegeben sein und sie vervollständigt das Galerieprogram der Achtzig Galerie für Zeitgenössische Kunst sehr erfolgreich. Karin Scheucher war 1990 Absolventin des Faches »Audiovisuelle Medien« an der Grazer Ortweinschule und spätere Schülerin von Richard Frankenberger.
Florian Froehlich analysiert als professioneller Künstler in seinem Schweizer Atelier, die Inszenierung der menschlichen Existenz als soziales Gefüge, amorphe Massen in einer fortwährenden Bewegung. Die Masse Mensch, als taumelnde, fließende Menge, Spannungsfeld von Individuum und Gruppe, Individualitätsverlust, Selbstbestimmung und Gruppendynamik. Authentizität lässt sich auch bei Froehlichs Werkpräsentation finden und diese dürfte als sehr gelungen bezeichnet werden, denn die Werke »Battlefield«, »Theater scenes act I« und »Exodus« bieten dem Blick des Betrachters einen szenisch und theatralen Eindruck. Dieser Maler und Bildhauer hatte die Aufnahme in das Galerieprogramm als Künstler bereits 2009 mit Bravour gemeistert. So führte zwangsläufig die Gegenüberstellung dieser beiden gegenwartsbezogenen Positionen zu einer glanzvollen kuratierten Ausstellung in der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst.
Die Vernissage zu dieser Doppelausstellung »Formulierte Schönheit in der Malerei« findet am 20. April 2012 um 19:00 Uhr in den Räumen der Berliner Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst in der Brunnenstraße 150 in 10115 Berlin statt. Die Ausstellung selbst ist für Kunstinteressierte vom 21. April 2012 bis zum 12. Mai 2012 geöffnet.
Ausblick 2012: Ein fester Bestandteil im Galerieprogramm dürfte die Position Katalin Jakob sein, denn sie wird zur Vernissage am 18. Mai 2012 um 19 Uhr in der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst erneut ausgestellt. Sie schrieb ihre Biographie (ISBN-Nr. 978-3-8442-1408-6) mit dem Buchtitel: »Duldsame Rebellin: Mein Leben zwischen Anpassung, Ausbruch und Neuanfang« (Verlag epubli GmbH, Berlin). Künstler der »Neuen Leipziger Schule« z.B. Alex Bär oder Positionen der »Leipziger Schule« wie Ralf Bergner werden in der Achtzig-Galerie zur Vernissage zum 15. Juni 2012 um 19 Uhr erfolgreich präsentiert werden.
Ausblick 2013: Die Kunstinteressierten dürfen gespannt sein auf die Einzelausstellung mit Florian Froehlich im Dezember 2013 unter dem Titel: »Welttheater - Theaterwelt«. Ein ganzes Panorama wird dann zu Froehlich ausgebreitet, das zahlreiche neue Überraschungen aufbietet wie beispielsweise die folgenden bereits erarbeiteten Werkgruppen: Crowded crowds, Walking on the clouds, Theater scenes, Battlefield, Human Clouds, Moonwalk, Random crowd, Revolutions, Sculptures, Alone with the sky und Accumulations.
Art Award und Kunstwettbewerb 2012 bis 2013: Hier sind innovative Künstler willkommen, denn stets wird jährlich ein Kunstwettbewerb mit 8.000 € Preisgeld und drei Galerieverträgen für die besten drei Künstler vom Art Award öffentlich von der Achtzig-Galerie ausgeschrieben. Die Aufnahme in ein Galerieprogramm als Künstler zu schaffen, kann über Kunstwettbewerbe online unter: http://www.kunstwettbewerb.com (20.04.12 - 31.01.13) und eine Bewerbung per Mail bei der Berlin Produzentengalerie möglich werden.
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Vernissage zum »Poesiefrühling - Kunstwettbewerb 2011«
am 16. März 2012
Frühlingsblüten winden sich durch das Dunkel ins Licht der Frühlingsonne empor. Bunte Krokusse stecken sich der Galerieszene in Berlin Mitte entgegen und säumen die Grünstreifen in der Berliner Brunnenstrasse. Auch in diesem Jahr 2012 findet eine Vernissage und Ausstellung zum vergangenem Kunstwettbewerb 2011 unter dem Titel: »Poesiefrühling - Kunstwettbewerb 2011« statt.
Die Galeristin und Geschäftsführerin Diana Achtzig gründete diesen jährlichen Kunstwettbewerb für Zeitgenössische Kunst im Jahr 2009, um jungen und vielversprechenden Künstlern eine Chance zu bieten, für die Aufnahme in ein Galerieprogramm. Somit ist dieser Wettbewerb ein Kunstwettbewerb mit seriöser Geschichte.
Die erste Frage für Künstler lautet oft: »Wie findet ein Künstler Aufnahme in ein Galerieprogramm?« Eine Möglichkeit bietet beispielsweise der neue Kunstwettbewerb 2012 in der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst. Die Gewinner vom Kunstwettbewerb 2010 Donald McWilliam und Kunstwettbewerb 2011 Mark Hullis haben beide die Aufnahme in ein zeitgenössisches Galerieprogramm über diesen Wettbewerb geschafft. Die Ergebnisse der vergangenen Kunstwettbewerbe werden stets auf der Webseite vom Kunstwettbewerb öffentlich präsentiert.
Interessierte Künstler können sich ab dem 1. April 2012 für den neuen Kunstwettbewerb 2012 unter: http://www.kunstwettbewerb.com online bewerben. Der neue Kunstwettbewerb 2012 endet zum 31. Januar 2013, dann wird wieder eine Jury aus Kunstsammlern die Aufnahme in ein Galerieprogramm mit einem Galerievertrag über zwei Jahre, für einen Künstler bestimmen. Gleiches gilt auch für den Geldgewinn von 8.000 € für den neuen Kunstwettbewerb 2012.
Frau Professorin Diana Achtzig gründete 1990 schon in Amsterdam ihre erste erfolgreiche Galerie für Junge Kunst und arbeitete 15 Jahre im Bereich Artinvestment als Projektleiterin. Die Berlinerin begeisterte mit ihrem Galerieprogramm das Amsterdamer Publikum mit jungen amerikanischen, niederländischen und deutschen Künstlern von anerkannten Universitäten. Frau Professorin Diana Achtzig studierte Bühnenkostüm/ Bühnenbild, Kunstgeschichte, Malerei an der Universität der Künste Berlin UDK und Betriebswirtschaft an der TU-Berlin. Sie arbeitete 7 Jahre als Dozentin an zahlreichen Privat- und Hochschulen in Berlin, bevor sie die Achtzig Kunstakademie Berlin 2004 gründete und zur Professorin ernannt wurde. Sie unterrichtet in der Akademie den Fachbereich Malerei.
Heute führt Frau Professorin Diana Achtzig in der Brunnenstrasse 150 eine etablierte Galerie mit internationalen Künstlern und schreibt jährlich einen Kunstwettbewerb öffentlich für die Junge Kunst aus. Hier spannen sich die Rundbögen der exklusiven Galerieräume über geheimnisvolle Kunstwerke aus Leinwand, Farbe, Holz und Ton in Berlin Mitte. Es werden Ölbilder, Acrylbilder, Zeichnungen, Fotografie und Skulpturen in der Achtzig Galerie mit dem Ausstellungstitel: »Poesiefrühling - Kunstwettbewerb 2011« gezeigt.
12 aufstrebende und studierte Teilnehmer vom Kunstwettbewerb 2011 werden in den Räumen der weiß getünchten Achtzig-Galerie für Zeitgenössischen Kunst wie folgt am 16. März 2012 präsentiert: 1. Platz: Mark Hullis (2 x Ölbilder), 2. Platz: Maxim Fomenko (2 Bilder), 3. Platz: Rainer Augur (2 Bilder), 4. Platz: Gesine Imhof (2 Bilder), 5. Platz: Andrea Döring (2 Bilder), 6. Platz: Gudrun Sailer (2 x Skulpturen), 7. Platz: Annett Oehme (2 x Skulpturen), 8. Platz: Patricia Valencia Carstens (2 Bilder), 9. Platz: Tommy Petzold (2 Fotos), 10. Platz: Florian Schneider Spandlitz (2 Skulpturen), 11. Platz: Stefan (Tagesfleiss) Dorn (2 Bilder) und 12. Platz: Thomas de Bur (2 Fotos).
Die Aufnahme als junger Künstler in das Galerieprogramm mit einem Galerievertrag hat nun der Amsterdamer Künstler Mark Hullis 2012 geschafft. Er hatte den 1. Platz vom Kunstwettbewerb 2011 mit dem Preisgeld von 8.000 € gewonnen. Dieser Künstler hatte schon Ölbilder vor seinem Studium erfolgreich verkauft, er absolvierte am Art Institute in Chicago von 2007-2011 sein Studium mit sehr gut. Heute lebt und arbeitet er in Berlin Charlottenburg.
Die Vernissage zur Ausstellung »Poesiefrühling - Kunstwettbewerb 2011« findet am 16. März 2012 um 19:00 Uhr in den Räumen der Berliner Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst in der Brunnenstraße 150 in 10115 Berlin Mitte statt. Die Ausstellung ist für Kunstinteressierte vom 17.03.12 bis zum 14.04.12 geöffnet.
»Achtzig contemporary gallery« Vernissage in der Achtzig-Galerie
Eisblumen überziehen die riesigen Galeriefenster in der Brunnenstraße 150 in Berlin Mitte, die Sonne streichelt die Wange des Betrachters der vor den weiß getünchten Räumen steht und die Kunstwerke bestaunt. Die Galeristin dreht langsam die Heizung hoch und die Eisblumen schmelzen dahin. Als Kuratorin betreute Diana Achtzig bereits unzählige Kunstwettbewerbe, Vernissagen und Ausstellungen. Im Bereich Art Investment baute die Galeristin sehr erfolgreiche über 15 Jahre lang neue Kunstsammlungen für private Sammler auf. Die Kunden und Sammler der Achtzig-Galerie kommen aus New York, Amsterdam, Tel Aviv, und sie entdecken nun Berlin. Vor einem gegenwartsbezogenen Hintergrund bietet die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst internationalen Künstler einen besonderen Platz im Berliner Galerienviertel an. In der mondbeschienen Nacht feiern in diesem Viertel die reichen Männer und schöne Frauen mit Künstlern und Sammlern frivole Partys. Die folgenden Künstler werden zur Vernissage »Achtzig contemporary gallery« am 17.02.12 um 19:00 Uhr in einer Gruppenausstellung wie folgt präsentiert: Heike Huismann (Ölmalerei), Florian Froehlich (Malerei, Objekte und Skulpturen), Elke Lehmann (Photographie), Irene Messing (Malerei), Christoph Slu (Bleistiftzeichnungen und Treibholzboote), Martin Maurer (Ölmalerei und Photographie), Helena Assat (Malerei), Ewa Helena Dulic (Malerei), Petra Meyer (Malerei), Renate Meißner (Malerei) und Matthias Trott (Skulpturen).
Im Galerieprogramm ist die Position Heike Huismann (Absolventin der Hochschule der Künste Berlin HdK) mit ihren spektakulären Ölbildern aus Tizianrot und Blau eines Vermeer nicht mehr weg zu denken. Florian Froehlichs Werke bilden die besondere Brücke zwischen szenisch beleuchteten Bühnenbildern, Malerei, Objekten und Skulpturen.
Auch unverzichtbar für das Programm der Achtzig-Galerie dürfte die Position von Elke Lehmann sein, sie haucht der Photographie mit Ihren Detailaufnahmen die berührende Seele ein und lässt geometrische Formen im Licht flimmern. Der Blick des Betrachters verweilt in den Räumen aus Licht und Schattenspiel, der Moderne. Das Thema Kugeln weist im Oeuvre von Elke Lehmann einen zentralen Punkt auf, Oberflächen sind haltlos, Licht gleitet fasst schattenlos durch die Objekte und schmeichelt den Materialien (Papier, Glas-, Plastik-, Metallteile, Stoffe, Schnüre, Garne, Drähte, transparente Folien, reflektierende Oberflächen, Farbsprays, Gaze, Wasser und Öle) ihrer Photographie.
Der historische Bogen vom traditionellen asiatischen Schattenspiel bis hin zur verwandelten Erscheinung einer modernen Abstraktion von Licht und Schatten lässt sich auch kunsthistorisch in der Photographie von Martin Maurer deutlich verorten. Die Galerieposition von Martin Maurer zeigt des Weiteren in Pastellfarben gemalte Ölbilder, diese erinnern an eine Künstlerin Anna Tessenow von der »Neuen Leipziger Schule«.
Die Malerin Irene Messing zeichnet sensibel die Innenbilder ihrer Kindheits- und Familienerfahrung auf. Mit verschiedenen Bildebenen die sich überlagern, durchdringt sie die Vielschichtigkeit einer familiären Gruppe. Irene Messing beleuchtet somit die nebulös, flüchtige und vergängliche Licht- und Schattenwelt einer Familie mit ihrem Mikrokosmos bis ins letzte Detail.
Die Position Christoph Slu zeigt junge und luftige eingerahmte Bleistiftzeichnungen die er mit seinen funktionsfähigen Treibholzbooten ergänzt. Christoph Slu baut aus dem perfekten Rohmaterial mit seiner beseelten Geschichte sowie Verwitterungsspuren seine hölzernen Boote. Damit verlagert er die Skulptur auf das Wasser. Die Schiffchen entwickeln zunehmend ein Eigenleben und werden so zum Lebewesen.
Die malerische Bildwelt von Helena Assat erinnert an die Werke von Pablo Picasso und seine »Blaue Phase«, doch diese Blaue Farbe tauchte schon historisch als, das teuerste Ultramarinpigment der Renaissance auf. Auch die Galerieposition Ewa Helena Dulic aus Hamburg malt mit der Farbe Ultramarinblau und probt das Oszillieren der Emotionen sowie Sehnsüchte in eindringlichen Mondlichtstimmungen. Petra Meyer wird mit geometrischen Formen auf ihren Ölbildern und Renate Meißner mit einer Malerei aus Mischtechnik zur Ausstellung »contemporary gallery« präsentiert.
Inmitten dieser menschengroßen Skulpturen steht der Holzbildhauer Matthias Trott vor seinen eigenen sehr filigran wirkenden Eichenskulpturen in der Berliner Galerie. Durchbrochene und mit der Kettensäge bearbeitete Holzskulpturen mit menschlichen Gesichtszügen und Körpern begeistern uneingeschränkt jeden Sammler.
Die Vernissage zur Ausstellung »Achtzig contemporary gallery« findet am 17.02.12 um 19:00 Uhr in den Räumen der Berliner Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst in der Brunnenstraße 150 in 10115 Berlin Mitte statt. Die Ausstellung selbst ist für Kunstinteressierte vom 18.02.12 bis zum 10.03.12 geöffnet.
Ausblick: Der nächste Kunstwettbewerb 2012 der Achtzig-Galerie beginnt Ende März 2012 unter: www.kunstwettbewerb.com und achtzig-kunstwettbewerb.appspot.com. Die Position Katalin Jakob wird zur Vernissage am 18. Mai 2012 in der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst ausstellen. Katalin Jakob veröffentlichte im letzten Jahr ihre Biographie mit dem Buchtitel: »Duldsame Rebellin: Mein Leben zwischen Anpassung, Ausbruch und Neuanfang« (Verlag/ Druck epubli GmbH, Berlin, ISBN-Nr. 978-3-8442-1408-6). Verstärkt werden im Jahr 2012 zahlreiche Künstler aus der »Neuen Leipziger Schule« präsentiert.
»contemporary gallery« in der Achtzig-Galerie
Die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst in Berlin Mitte wird auch mit dieser Wintersausstellung am 20.01.2012 um 19:00 Uhr ihren Ruf als eine der erfolgreichsten Galerien Berlins weiter festigen können. Denn ab Juni 2012 werden wieder Künstler der »Neuen Leipziger Schule« gezeigt. In den letzten Jahren entwickelte sich das Quartier von der Brunnenstraße über die Torstraße bis bin zur Auguststraße zu einem angesagten Standort der internationalen Kunstszene. Die heutige Brunnenstraße 150 bietet eine sehr eindrucksvolle Plattform für die Szene der Contemporary Fine Arts. Schon der ZDF Beitrag mit dem Titel: »Berlin Brunnenstraße - Quelle der Kunst« bestätigt diese Ansicht nachhaltig.Somit kam die Galeristin und Geschäftsführerin Diana Achtzig auf die Idee zu dieser Ausstellung mit dem Titel: »contemporary gallery«.
Das weltoffene Flair der Berliner Großstadt und die international besetzte Ausstellung zeigen deutlich das Hervorstürmen der Galerieszene im heutigen Berlin. Es werden in dieser Gruppenausstellung »contemporary gallery« Werke von den folgenden Positionen präsentiert: Florian Froehlich, Renate Meißner, Heike Huismann, Isabella Siller, Ellen Wolter, Karin Scheucher, Matthias Trott und Matthias Merdan.
Bisher präsentierte Florian Froehlich seine teilweise beleuchteten Acrylbilder und Holzskulpturen unter transparenten »Wänden« aus Plexiglas. Auch Froehlichs neue Werke von 2012 zelebrieren eine Anarchie der Materialien, nun öffnen sich die Kunstwerke dem Betrachter und zeigen sich ohne Plexiglas. Seine Neuentwicklungen bewegen sich zwischen farblicher Abstraktion und Faszination durch bildhauerische Elemente die mit in die Kunstwerke einfließen. Diese Position in der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst in Berlin Mitte verlässt die malerische Bildebene und bannt den Blick des Betrachters auf Skulpturenelemente auf Leinwänden und Holzkästchen die zur Bühnenbildszenerie von Richard Wagners Parsifal verschmelzen könnten. Die auch den zentralen Konflikt von Florian Froehlichs Werken, die Spannung zwischen Individuum und Gruppe, ausdrucksstark abbilden.
Die malerisch experimentelle Position von Renate Meißner zeigt sich ähnlich kreativ in der inhaltlichen Konzeptualisierung und auch hier liegt ein Schwerpunkt auf einer innovativen Oberflächengestaltung. Collagen und Malerei verschmelzen sinnlich zur zeitgenössischen Malerei die flirrend in der Stille der Galerieräume leuchten. Die Ölmalerei von Heike Huismann mit niederländischen Wurzeln präsentiert sich in subtiler Ästhetik sowie in einem historisch anmutenden Farbenreichtum wie bei dem Maler Fancisco de Goya und transportiert den Spannungsbogen zur figürlichen Malerei in ein gegenwartsbezogenes Galerieprogramm im Berliner Galerienviertel und mit einem hohen Verkaufserfolg. Die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst hat sich für das kommende Jahr 2012 sehr viel für ihr neues Galerieprogramm vorgenommen. Verstärkt werden nun zahlreiche Künstler aus der »Neuen Leipziger Schule« von der Hochschule für Grafik und Buchkunst (www.hgb-leipzig.de) präsentiert.
Ein weiteres Glanzlicht ist die Position von Isabella Siller im Galerieprogramm der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst, denn diese Künstlerin vertritt in ihren Bildwelten eine zeitgenössische Haltung, als Mensch keine Tiere zu essen. Mit den beiden Ölbildern »I don`t eat animals I« und »I don`t eat animals II« setzt sie ihre Inhalte gekonnt in Szene. Die Tiere triumphieren über das Leben, schillernde Fliegen sitzen auf einem schönen weiblichen Gesicht und zwei graue Mäuse tanzen unbehelligt auf den Schultern eines Mannes. Die 12 neusten Werke der Position von Isabella Siller zeigen schon jetzt eine inhaltliche Reife für das Museum.
Die betont figürliche Position aus der Frauenperspektive, die Ellen Wolters in ihren Bildwelten einnimmt, rekurriert auf Andy Warhols Farbwelten und ihre Auseinandersetzung mit der Werbeindustrie, verschiedenen Schrifttypen und dramatische Szenerien von brodelnden Konflikten der Geschlechterfrage. Ellen Wolter zeigt auch bei dem Werk: »bad boy III« eine kritische Haltung bezüglich der Geschlechterfrage.
Die Mischtechnik von Acryl auf Leinwand lässt die Bildwelt von der Position Karin Scheuchers im szintillieren flimmernden Licht erstrahlen, denn diese Werke zeigen einen heftigen Spannungsbogen von der figürlichen Malerei über verschiedene Grade der Abstraktion bis hin zur gegenstandsfreien Zeichnung auf der Leinwand. Ihre Acrylbilder wie z.B. »Stigmata« (das Bild vom Flyer ist schon verkauft), »Verrückt«, »Magdalena« und »Paar I« haben eine warme Ausstrahlung, die Auflösung von den figürlichen Objekte, hin zur abstrakten Darstellung kommen mit einem Farbspecktrum von einem warmen Rotton und weiteren Naturfarben aus.
Naturfarben mit weichen Holztönen benetzen die Figurengruppen des Bildhauers Matthias Trotts und sie stehen mit beschwingter Schönheit in den weiß getünchten Räumen der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst in Berlin Mitte. Somit bietet die Brunnenstraße 150 auch eine Plattform für hochbegabte und studierte Bildhauer die filigrane Skulpturen mit Kettensägen kreieren. Aus diesem Grund bietet diese »contemporary gallery« jährlich einen neuen Kunstwettbewerb an. Der nächste Kunstwettbewerb 2012 der Achtzig-Galerie beginnt Ende März 2012 unter: www.kunstwettbewerb.com und achtzig-kunstwettbewerb.appspot.com.
Überwältigend ist die höchst emotionale räumliche Wirkung der Karbon-Plastiken bei Matthias Merdan, die auf eine Transzendenz hinter dem Sichtbaren verweist. Doch bei der Vernissage »contemporary gallery« werden keine Karbon-Plastiken gezeigt, sondern seine eindrucksvollen Druckgraphiken mit einer klaren abstrakten Formensprache.
Die Vernissage zur Ausstellung »contemporary gallery« findet am 20.01.2012 um 19:00 Uhr in den Räumen der Berliner Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst in der Brunnenstraße 150 in 10115 Berlin statt. Die Ausstellung selbst ist vom 21.01.12 bis zum 11.02.12 geöffnet.
Ausblick: Sehr renommierte Künstler z.B. Alex Bär oder Ralf Bergner der »Leipziger Schule« werden in der Achtzig-Galerie zur Vernissage zum 15. Juni 2012 erfolgreich präsentiert werden. In der Galerie hatte schon eine von acht amerikanischen Positionen wie beispielsweise Percy Alon über 600 Bilder verkauft und die Position Katalin Jakob veröffentlichte im letzten Dezember 2011 ihre überaus spannende Biographie mit dem Buchtitel: »Duldsame Rebellin: Mein Leben zwischen Anpassung, Ausbruch und Neuanfang« (Verlag und Druck epubli GmbH, Berlin, ISBN-Nr. 978-3-8442-1408-6). Katalin Jakob wird zur Vernissage am 18. Mai 2012 in der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst ausstellen.
»contemporary artists«
in der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst
Die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst präsentiert neben ihrem Kunstwettbewerb für Contemporary Fine Arts in diesem Dezember 2011 dem Berliner Publikum im Rahmen einer Gruppenausstellung »contemporary artists« die außergewöhnlichen folgenden Positionen: Heike Huismann, Dorothea Weise, Maxim Karikh, Sibylle Will, Petra Meyer, Percy Alon und Diana Achtzig. Die Dezembervernissage der Achtzig-Contemporary Fine Arts Gallery Berlinfindet am 9. Dezember 2011 um 19:00 Uhr statt.
Die Dezemberkünstlerinnen und Künstler begeistern durch ihre malerischen Werke wie beispielsweise die der Position von Heike Huismann mit ihren Ölbilder. Die Künstlerin Huismann mit holländischen Wurzeln lässt sich von den Werken der alten Meister wie etwa dem spanischen Maler Fancisco de Goya und somit von historischen Farbkompositionen inspirieren. Sie absolvierte ein umfangreiches Studium an der Freien Kunstschule Stuttgart von 1985 bis 1989 und ein Studium an der Freien Kunstschule Berlin sowie an der Hochschule der Künste Berlin (HdK) von 1990 bis 1994. Diese künstlerisch hochbegabte Position im Bereich der »contemporary artists« hatte die Galeristin Diana Achtzig auf der Messe »Shanghai Art Fair« in China im Jahr 2010 entdeckt und nach Berlin Mitte in die Brunnenstraße 150 eingeladen. Der Flyer zur Ausstellung »contemporary artists« ziert das neuste malerische Werk von Heike Huismann, ein lesendes Mädchen im Medienzeitalter auf einem weißen Ohrensessel: »Das Mädchen auf dem Sessel«, Ölfarbe auf Leinwand, 2011 Jahr. Die Farben Blau, Weiß, Oker und Rot ziehen sich wie ein roter Faden durch die Bildwelt der in Stuttgart geborenen Künstlerin Heike Huismann.
Zur Gruppenausstellung der »contemporary artists« zählt auch die Position von Dorothea Weise (Ölbilder), sie zeigt die Heterogenität von dem spanischen Maler Fancisco de Goya in der historischen Farbkomposition und sogar in der Technik der Lasurmalerei. Die Studienabsolventin der Hochschule der Künste Berlin (HdK) Dorothea Weise präsentiert gleichfalls in ihrer Bildwelt neugierige Kinder, sie spürt kleinen Details nach, die sie zu großen Grundthemen und ihren märchenhaften Geschichten führen wie folgt: die menschliche Existenz, Schuld und Unschuld, es geht auch um Gut und Böse. Der Betrachter kann in diesen Werken in neue und alte Mythen abtauchen und sich verlieren in verträumten Gewässern, Wäldern, Wiesen und bei der kindlichen Untersuchung der Natur. Die gemalten Kinder schaukeln an einem Seil über dem blauen Meer (»it is always yourself you find in the sea«), Öl auf Leinwand, 120 x 80 cm, 2010), schneiden sich die Haare ab (Bild »Haareschneiden«, Öl auf Leinwand, 200 x 145 cm, 2009), das Stechen des eigenen Spiegelbildes mit einer Schere (Bild »Narziss«, Öl auf Leinwand, 100 x 100 cm, 2010) oder untersuchen einen Frosch beim Kerzenschein. Die kindliche Neugier rückt somit in den zentralen Blickwinkel des Betrachters.
So inszeniert Maxim Karikh das Thema »contemporary artists« mit menschenleeren Räumen in seinen Bildwelten in warmen Herbstfarben zur Dezemberausstellung 2011 in der Berliner Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst. Seine malerischen Werke erinnern an die oft menschenleeren Szenerien Matthias Weischers (Vertreter der Neuen Leipziger Schule). Die Ölbilder von Maxim Karikh verweisen auf karge, menschenleere Räume, in denen bis ins Extrem-Gegenständliche verdichtete Einzelobjekte vor Wänden und auf Fußböden auftauchen, die in Farbwahl und -auftrag unbestimmt und flüchtig erscheinen. Die flüchtig hingeworfenen Eindrücke einer Atmosphäre manifestieren sich bei den Künstlern Maxim Karikh ebenso wie bei Sibylle Will sehr deutlich.
Die Position von Sibylle Will (Mischtechnik auf Leinwand) zeichnet in ihren Werken schöne und schüchterne Kindfrauen mit einer schwarz-weiß-rote Farbgebung, diese Bildwelt zählt mit zu den wichtigen »contemporary artists« der Gegenwart. Die ausschließlich weiblichen Figuren der Kindfrauen haben einen kontemplativen Gesichtsausdruck, wirken verletzlich, unfertig und sind oft mehr flüchtig hingeworfene Eindrücke. Die Augen ihrer Porträts sind bewusst groß überzeichnet, um somit eine bewegende Ausdruckskraft zu erlangen, aber denn noch keine Seeleneinblicke zu gewähren. Der Künstlerin geht es um das Wesenhafte der weiblichen Figur und nicht um eine mimetische Abbildhaftigkeit in ihrer Bildwelt. Der Gemütszustand der Kindfrauen bleibt ein großes verborgenes Geheimnis, welches der Betrachter ergründen könnte, wenn er sich die Zeit nimmt, diese Werke länger zu betrachten.
Der hohe Abstraktionsgrad verleiht den Ölbildern von Petra Meyer Expressivität und etwas Geheimnisvolles, geometrische Formen lassen farbige Räume aus Lasurmalerei erblühen. Labyrinthartige Strukturen winden sich in dem Werk »Lebenslinien« (60 x 90 cm, Öl auf Leinwand, 2010) zur größtmöglichen Plastizität empor. In den Werken »Widerstand« und »Weg in die Freiheit«geht es thematisch um die Kapitulation, die friedliche Revolution in der DDR und um den erfolgreichen friedlichen Kampf raus aus einer Diktatur in die Freiheit. Die strengen geometrischen Formen von Petra Meyer weisen auf die Malerei des Konstruktivismus und den Versuch dieser Künstler, sich vom Diktat der mimetischen Nachahmung zu lösen.
Der Bezug zum Künstler Neo Rauch und zur Leipziger Schule wird im neuen Werk der Position von Diana Achtzig deutlich, denn auch hier finden sich emsige Arbeiter, surrende Geigerzähler, speiende Vulkane und überdimensionierte Fliegenpilze, die schnell in den blauen Himmel wachsen. Mit dem Bild »contemporary artists« (Ölfarbe auf Leinwand, 90 x 90 cm, 2011) erinnert Diana Achtzig an das Zeitgeschehen und an den Vulkanausbruch vom Eyjafjallajökull in Island 2010, denn die bedrohliche Aschewolke über Europa ist als Vorbote für die Europakriese zu betrachten und somit schwebt stets das wiederkehrende Trojanische Pferd aus honigfarbenen Holz als Kunstzitat über den Köpfen der Protagonisten dieser malerischen Inszenierung. Die emsigen Arbeiter in der Bildwelt von Diana Achtzig schleppen Farbtuben umher und quälen sich mit der Arbeit durch das Leben, ertragen die Bedrohung und untersuchen den Boden mit Geigerzählern. Offenbar gibt es in den Werken von Diana Achtzig auch ein nukleares Desaster wie in Fukushima mit der Kernschmelze von 2011. An der Hochschule der Künste Berlin (HdK) hat Diana Achtzig 1999 ihren Kunstabschluss absolviert, um dann an der TU Berlin Betriebswirtschaft weiter zu studieren.
Bei der Position von Percy Alon kommt keine Krisenstimmung auf, denn die Galeristin verkaufte bereits weit über 600 Werke weltweit von diesem »contemporary artists«. Hier schließt sich der Kreis zur altmeisterlichen Lasurtechnik der Malerei und zu den Werken von Fancisco de Goya wieder, den Percy Alon verwendet sehr erfolgreich eine historische Farbgebung und kombiniert diese mit Türkisfarben der Gegenwart. Der Shooting-Star im Bereich Bildhauerkunst und »contemporary artists« ist die Position von Matthias Trott, er zeigt Werke aus dem sonnst starren Werkstoff Holz, doch seine Figuren wirken filigran und zerbrechlich, den die Holzfiguren sind innen ausgehöllt und der durchbrochene Werkstoff umschließt filigran die Umrisse von Männer- und Frauensilhouetten in Originalgröße eines menschlichen Abbildes.
Die Vernissage zur Ausstellung »contemporary artists« findet am 9. Dezember 2011 um 19:00 Uhr in den Räumen der Berliner Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst in der Brunnenstraße 150 in 10115 Berlin statt. Die Ausstellung selbst ist für Kunstinteressierte vom 10.12.11 bis zum 14.01.12 geöffnet.
Für den Kunstwettbewerb 2011 der Achtzig-Contemporary Fine Arts Gallery Berlin können sich interessierte Künstler noch unter http://www.kunstwettbewerb.com bewerben (Anmeldeschluss: 31.12.2011). Auch im kommenden Jahr 2012 wird es wieder einen Kunstwettbewerb für die Contemporary Fine Art geben.
Sündenfall: Hard Art Candy –
The Louvre of Ghosts in der Achtzig-Galerie
Im Rahmen der Einzelausstellung „Hard Art Candy- The Louvre of Ghosts“ in der Berliner Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst (Contemporary Fine Arts Gallery Berlin) betritt einer der ausdrucksstärksten Künstler der Gegenwart in diesem Herbst das Berliner Kunstparkett. Sylvester Antonys Stil ist unverwechselbar, frisch und unverbraucht. Seine Bildwelten, Installationen, Skulpturen und Fotografien sind ebenso grell, bunt und facettenreich wie die sündenbeladenen Großstädte, in die der moderne Großstadtflaneur seine Kunst trägt. Im zeitgenössischen Babel Berlin inszeniert er ohne Rücksicht auf Tabus Grundthemen unserer Existenz wie Tod, Leid, Einsamkeit und Korruption – den Sündenfall des urbanen Menschen.
Sylvester Antony, bekennender Kosmopolit und Enfant terrible der Gegenwartskunst, bewohnt ein märchenhaftes Schloss (Kunstschloss Wrodow) voller alter Geschichten im ländlichen Wrodow (Mecklenburg-Vorpommern), in dem er alljährlich seine Kunst in der Kunsthalle Wrodow ausstellt. Darüber hinaus hat er mit seinen Werken schon die gesamte Welt bereist, unterhielt zum Beispiel Ausstellungen in Tel Aviv (Israel) oder Sankt Petersburg (Russland).
Kultur und Religion treten in den Bildinstallationen Sylvester Antonys in einen spannungsgeladenen Dialog mit den politischen und auch moralischen Verfehlungen unsere Gegenwart, wenn der Künstler eine global-surreale Kunstwelt aus Geld, Sex, Gold und Drogen erschafft, in die auch mythisch-biblische Anspielungen, zum Beispiel auf den Heiligen Gral („Reverie – Oder stirb nicht vor mir“), eingearbeitet sind. Diese Verbindung aus einer modernen Popkultur der Neonreklamen und einer cineastisch anmutenden Spiritualität erinnert an einen Drogentrip. Ebenso kompromisslos und widersprüchlich wie der Inhalt ist auch die Materialwahl in seinen Bildwelten. Sylvester Antony arbeitet mit Blattgold, Öl- und Temperafarben sowie diversen anderen organischen Materialien. Die Heterogenität der Stoffe und die materialbedingte Brüchigkeit im Auftrag verleihen seinen Werken eine einzigartige künstlerische Präsenz und Lebendigkeit: Das Licht der Umgebung wird aufgenommen und gebrochen, so dass je nach Lichteinfall andere Bildteile in den Vorder- bzw. Hintergrund treten. So spielen seine Werke mit der sie umgebenden Realität und kreieren in Verbindung mit der ureigenen subjektiven Realität des Künstlers eine neue Wirklichkeit.
Immer wieder erfolgt auch ein interdisziplinärer Dialog mit den anderen Künsten, allen voran der Musik. So hat Sylvester Antony bereits bei seiner Ausstellung „Cocaine City – Die Befehle der Stadt“ (Wrodow, 2010) Besucher im Trabi und zu der Musik der umstrittenen Band „Rammstein“ durch seine Kunsthalle Wrodow fahren lassen. In expressionistischer Manier inszenierte Sylvester Antony hier die künstliche Großstadt mit all ihren Verlockungen, Gefährdungen und Befehlen – eine ureigene Hommage an die beängstigend-grellen Neonwelten unserer Zeit mit ihrem Gewimmel aus Drogen, Sex, Geld und Gewalt. Und auch in seinem aktuellen Bilderzyklus „The Louvre of Ghosts“ zitiert er Textpassagen aus den Songs von „Rammstein“.
Die Figuren seiner Bildwelten sind die modernen Schurken unserer Zeit, skrupellose Kinder einer Welt der Finanzkrisen, Habsucht und Verantwortungslosigkeit. Die Menschen, die er zeigt, provozieren. Sie agieren als schwarze Schafe an der moralischen Börse des 21. Jahrhunderts: Der Betrachter sieht sie in Verkaufssituationen, in denen willkürlich Sachwerte umverteilt werden und das Prinzip der „heiligen Gleichheit“ aller Menschen im Zuge einer denkbaren Revolution ad absurdum geführt wird. Dies geschieht nicht zuletzt durch den schwer bewaffneten Mann im Hintergrund, der unmissverständlich zeigt, dass das letzte Wort auch hier die Gewalt hat und eine mögliche Umverteilung der Sachgüter am Ende doch dem Recht des Stärkeren gehorchen wird („Die heilige Gleichheit – naked short selling“).
Die Vernissage zur Ausstellung Hard Art Candy – The Louvre of Ghosts findet am 11. November 2011 um 19:00 in den Räumen der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst (Contemporary Fine Arts Gallery Berlin) in der Brunnenstraße 150 in 10115 Berlin statt. Die Ausstellung selbst ist vom 12. November bis zum 3. Dezember 2011 geöffnet.
Für den Kunstwettbewerb 2011 der Achtzig-Contemporary Fine Arts Gallery Berlin können sich interessierte Künstler noch unter http://www.kunstwettbewerb.com bewerben (Anmeldeschluss: 31.12.2011). Auch im kommenden Jahr 2012 wird es wieder einen Kunstwettbewerb für die Contemporary Fine Art geben. Diana Achtzig arbeitet auch als Kunstagentin, interessierte Künstler können sich per Mail bei ihr bewerben. Sehr interessante Künstler können in andere Galerie vermitteln werden, denn es wird ein Verbund von 4 Galerien aufgebaut.
Vernissage »NEUE ABSTRAKTION«
am 07.10.2011 in der Berliner Brunnenstraße
Die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst bietet seit Jahren Künstlerinnen und Künstler der Contemporary Fine Arts mit ihrem internationalen Galerieprogramm vor gegenwartsbezogenem Hintergrund eine weltweite Plattform in der Brunnenstraße an, auf der die Künstler und Künstlerinnen ihre Positionen in einem transkulturellen Kontext diskutieren können. In den letzten Jahren entwickelte sich das Quartier von der Brunnenstraße über die Torstraße bis bin zur Auguststraße zu einem angesagten Standort für Galerien und beliebtem Treffpunkt für internationale Künstler.
Als Kuratorin organisierte Diana Achtzig bereits unzählige Veranstaltungen im Bereich Art Investment sowie sehr erfolgreiche Kunstwettbewerbe, Ausstellungen und Vernissagen, auch für private Sammler und Kunstvereine. Darüber hinaus engagiert sie sich regelmäßig für die unterschiedlichsten kulturellen Projekte.
Nichts weniger als überwältigend ist es, vor den abstrakt gemalten Kunstwerken, Druckgraphiken und Karbon-Plastiken von Matthias Merdan zu stehen und als kunstinteressierter Betrachter die außergewöhnlichen Innenwelten dieses Künstlers mit einer gewissen Befangenheit zu studieren. Eine klare Formensprache charakterisiert die faszinierenden und raumgreifenden Karbon-Objekte von Matthias Merdan, sie winden sich durch die weiß getünchten Galerieräume der Achtzig-Galerie und eröffnen damit den verrückten Kunstherbst 2011 in der Berliner City, wo rote Schuhe an Schnürsenkeln im Wind an Ampeln und Laternen (Shoefity) baumeln und Bäume mit buntem Strick für den nasskalten Herbst umhüllt sind.
In diesem brodelnden und lebendigen Berlin ist die aktuelle Doppelausstellung eine Antwort auf die Frage nach der figürlichen Position der bedeutenden internationalen Künstlerin Ellen Wolters und den Möglichkeiten »NEUER ABSTRAKTION« bei Matthias Merdan. Erstaunlich ist die höchst emotionale räumliche Wirkung bei Merdan, die auf eine Transzendenz hinter dem Sichtbaren verweist. Thematisch kreisen die in kühlem Grau-weiß und sparsamem Schwarz getauchten ungegenständlichen Bildwelten um das Gelingen oder Scheitern menschlicher Aktionsräume und umspannen somit alle menschlichen Gefühlszustände. Am Ende geht es um die Irrationalität von Biografien in unserer brüchigen Gegenwart. Verrückt ist die Materialwahl dieses abstrakten Künstlers, der die unterschiedlichsten Materialien (Aluminium, Bitumen, Acryl und Fiberglas) aus einer Großstadt wie Berlin zusammenträgt und in den künstlerischen Schaffensprozess mit einarbeitet.
Die betont figürliche Position, die Ellen Wolters in ihren Gemälden einnimmt, rekurriert auf Andy Warhols und Norbert Biskys Farbwelten und ihre Auseinandersetzung mit der Werbeindustrie. Vergleichsweise skizziert Bisky eine »mit Lenor gewaschene« Wattebauschidylle, aus deren Poren jedoch plötzlich das Blut tropft und gefesselte Kinder und abgetrennte Körperteile lassen den Betrachter dieses Männerparadieses erschauern. Aber die Künstlerin Ellen Wolter arbeitet aus der Frauenperspektive und schürft tiefer unter den zahlreichen Oberflächen, den dramatisch scheinenden Szenerien und verschiedenen Schrifttypen. Inhaltlich spannen ihre Werke den Bogen von der Entstehung des weiblichen Wesens (Ellen Wolter: “how god created her?“, Acryl auf Leinwand, 120 x 160 cm, 2010) über Macht und Ohnmacht der Frau in einer männerdominierten Welt bis hin einem möglichen aktuellen weiblichen Selbstentwurf. In den Werken Ellen Wolters schleudern die figürlichen Arrangements dem Betrachter die brodelnden Konflikte der Geschlechterfrage entgegen. Transzendent gestaltet sich hier auch die Genderfrage, die Frage nach einer festen Verteilung und unumstößlichen Wahrheit in der Rollenverteilung der Geschlechter: Bin ich Frau oder bin ich Mann; bin ich männlich oder bin ich weiblich und muss es auf beide Fragen an jeder Position meines Lebens immer die gleiche Antwort geben?
Matthias Merdan und Ellen Wolter sind fester Bestandteil des Galerieprogramms der Achtzig-Galerie. Die Vernissage zur Doppelausstellung »NEUE ABSTRAKTION« ist am 07.10.2011 um 19:00 Uhr und zeigt die Positionen der Maler Matthias Merdan und Ellen Wolter (Ausstellung: 08.10.11 - 05.11.11).
Im November 2011 folgt die Einzelausstellung »Hard-Art-Candy« mit dem bedeutenden internationalen Künstler Sylvester Antony. Die Vernissage ist am 11.11.2011 um 19:00 Uhr (Ausstellung: 12.11.11 - 03.12.11).
Im Dezember 2011 zeigt die Achtzig-Galerie eine Gruppenausstellung: »Contemporary Fine Arts Gallery Berlin«. Die Vernissage findet am 09.12.2011 um 19:00 Uhr statt (Ausstellung: 10.12.11 - 07.01.12).
Für den Kunstwettbewerb 2011 der Achtzig-Galerie können sich interessierte Künstler noch unter http://www.kunstwettbewerb.com bewerben (Anmeldeschluss: 31.12.2011).
Contemporary Fine Arts – Von New York bis Berlin
Erfolg spricht für sich: Wer bereits mehr als 600 Bilder verkauft hat, darf sich ganz unverhohlen zu den bedeutendsten Künstlern der zeitgenössischen jungen Kunst rechnen. Um es so weit zu bringen, muss die künstlerische Position, die man in dieser flirrenden Kunstwelt einnimmt, interessant und provokativ, technisch ambitioniert und inhaltlich breit gefächert sein. Ein solcher Rockstar der internationalen Kunstszene findet in diesem Herbst den Weg nach Berlin, genauer in die Shootingstar-Galerie des letzten Jahrzehnts – die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst.
Percy Alon ist ein Künstler mit einer ganz besonderen Position, ein schwuler New Yorker Hippie, der seine Kunst der weiblichen Schönheit widmet und nackte Hintern und Titten zum Zentrum seiner künstlerischen Position erhebt. Ein solcher Künstler kann nur provokativ sein! Und damit wird sein Pinselstrich zu einer der Stimmen unserer zerrissenen modernen Wirklichkeit, in der auch der Pornograph zum Propheten werden kann. Die Antike räkelt sich durch die Bilder und erhebt sich zum Matriarchat der Neuzeit. Die Galeristin Diana Achtzig lernte ihn 2005 bei einer Party kennen, als er noch in einer Kommune nur mit 6 Frauen lebte und seitdem hat ihn die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst unter Exklusivvertrag. Die amerikanischen Positionen Percy Alon und Donald McWilliam werden erneut im Dezember 2011 in der Achtzig-Galerie präsentiert. Auch die New Yorker Position Donald McWilliam verkaufte bereits ähnlich gut.
In der Gruppenausstellung Contemporary Fine Arts – Von New York bis Berlin präsentieren auch noch andere junge Shooting-Stars der internationalen Kunstszene ihre Werke, darunter die Holz-Bildhauer Sammy Deichmann und Matthias Trott, die dem starren Werkstoff Holz durch ihre ebenso eigenwilligen wie innovativen Bearbeitungen neues Leben einhauchen. Die außergewöhnlichen Bilder und Skulpturen Florian Froehlichs nehmen den Betrachter durch ihre provokante Vermischung verschiedenster Materialien gefangen – seine Werke zelebrieren eine Anarchie der Materialien, die den zentralen Konflikt seiner Werke, die Spannung zwischen Individuum und Gruppe, ausdrucksstark abbildet. Die Gemälde der österreichischen Malerinnen Isabella Siller und Karin Scheucher beziehen ihre hohe Faszination aus ihrer stark mimetischen Ausrichtung und nehmen den Betrachter mit auf die Suche nach den Wahrheiten unserer Existenz hinter aller Konvention. Die künstlerische Position Katalin Jakobs kreist um das Thema Gewalt und Revolution und allein durch das grelle Farbspiel, das fast immer eine Inszenierung von Blutrot vor unterschiedlichen Hintergründen ist, verweisen ihre Bildwelten auf den möglichen Umsturz einzelner Biographien oder auch ganzer Gesellschaftssysteme. Auch die Ölgemälde Petra Meyers beziehen ihre hohe Expressivität aus einer äußerst kontrastreich angelegten Farbgebung, doch eröffnen ihre Werke in der gekonnten Reduzierung auf geometrische Formen und dem damit einhergehenden Bekenntnis zur ungegenständlichen Malerei im Sinne des Konstruktivismus und verwandter Kunstformen einen interessanten Dialog mit den mimetischen Bildwelten Petra Meyers.
Die Vernissage zur Ausstellung Contemporary Fine Arts – Von New York bis Berlin findet am 09. September 2011 um 19:00 in den Räumen der Berliner Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst in der Brunnenstraße 150 in 10115 Berlin statt. Die Ausstellung selbst ist vom 10. September bis zum 1. Oktober 2011 geöffnet. Die Oktobervernissage am 07.10.2011 um 19:00 Uhr zeigt die Malerei NEUE ABSTRAKTION mit einer Doppelausstellung mit den Künstlern: Matthias Merdan und Ellen Wolter (Ausstellung: 08.10.11 - 05.11.11). Für November 2011 folgt eine Einzelausstellung: Hard-Art-Candy mit dem Künstler Sylvester Antony mit der Vernissage am 11.11.2011 um 19:00 Uhr und der Ausstellung: 12.11.11 - 03.12.11.
Terra Incognita in der Achtzig-Galerie
Die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst präsentiert in diesem Sommer dem Berliner Publikum im Rahmen der Doppelausstellung Terra Incognita die Positionen zweier außergewöhnlicher Künstlerinnen. So steht auch der Berliner Kunstsommer ganz im Zeichen der Frauenpower! Und so wie die kickenden Damen bei der Fußball-Weltmeisterschaft die Herzen des Publikums im Sturm erobern, wird auch die Ausstellung dieser zwei ausdrucksstarken Künstlerinnen im Brunnenviertel Berlins, das mit seinen zahlreichen Galerien als das unangefochtene Kunstzentrum der Metropole zählt, die Liebhaber der Gegenwartskunst in ihren Bann ziehen.
Ursprünglich bezeichnete das aus dem Lateinischen stammende „Terra Incognita“ dem Menschen noch unbekannte Landstriche. Die See- und Landkarten der Vergangenheit bezeichneten so noch nicht ausreichend erforschte und/oder kartographierte Gebiete, von deren Existenz man zwar wusste oder zu wissen glaubte, die aber noch nicht genau bestimmt werden konnten. Diese Gegenden erschienen dem zivilisierten Menschen fremd und unheimlich und oftmals imaginierte man, dass Fabelwesen, wie Drachen, diese Regionen bewohnen würden. In der Welt des 21. Jahrhunderts, in der jede Ecke unseres Planeten ausreichend kartographiert und bekannt erscheint, hat der Begriff jedoch nur scheinbar seine Berechtigung verloren: Er hat sich vielmehr von seiner ursprünglichen Bestimmung gelöst und zu einer neuen umfassenderen Deutung gefunden: So könnte man heute „Terra Incognita“ etwa mit „Neuland“ übersetzen und den Begriff in diesem Sinne auf alle Gebiete und Phänomene des menschlichen Seins anwenden, deren Existenz man zwar voraussetzt, aber deren Bedeutung man (noch) nicht erkennen kann. In diesem Sinne charakterisiert der Begriff zutreffend die Positionen der Künstlerinnen Marita Wiemer und Franziska Seifert, deren Kunstwerke sich sowohl in ihrer Machart als auch inhaltlich auf künstlerisches Neuland wagen und dem Betrachter neue Deutungsmuster unserer Welt nahelegen.
Die Gemälde Marita Wiemers gehören zu den wichtigsten Werken der ungegenständlichen Gegenwartsmalerei. Sie kommen ohne figurative Elemente aus. Vielmehr leben sie von dem gekonnten Spiel mit Farben, Formen und Strukturen, das eine ungeheure Expressivität erzeugt, der sich der Betrachter nicht entziehen kann. Ihre Werke zeigen meist Landschaften, die nur angedeutet sind und geografisch nicht fassbar. Sie wirken wie Seelenlandschaften und präsentieren im fast ursprünglichen Sinne unbekannte Gebiete – Beispiele der Terra Incognita der menschlichen Psyche. Es ist eine spirituelle Reise, zu der die Künstlerin den Betrachter hier einlädt – eine Reise zu Landschaften, die mit dem inneren Auge gesehen werden und die die individuellen Gefühle der Künstlerin widerspiegeln. Insbesondere ist es das ausdrucksstarke Spiel mit Licht und Schatten, das diesen imaginierten Landschaften Struktur und Form gibt. Sie tragen auch keine Titel, denn das würde ihrem Wesen widersprechen und dem Versuch einer inhaltlichen Bestimmung gleichkommen – einer Definition, die den Anspruch auf Allgemeingültigkeit erhebt. Der Betrachter dieser außergewöhnlichen Werke ist vielmehr dazu angehalten, sich an der spirituellen Reise der Künstlerin zu beteiligen und vor seinem eigenen Gefühls- und Erfahrungshorizont einen schöpferischen Nachvollzug dieser Landschaften zu versuchen.
Die Steinskulpturen Franziska Seiferts spielen ebenso mit der Idee des Unbestimmbaren und Uneindeutigen wie die Landschaften Marita Wiemers. Aus den ungewöhnlichsten Steintypen, die die Künstlerin aus Ländern auf der ganzen Welt bezieht, formt sie Figuren, die zwar anthropomorphe Züge aufweisen, sich aber einer eindeutigen Definition entziehen. Ihr Blick auf den menschlichen Körper und seine Formen und Strukturen bleibt immer fragmentarisch. Die Körper werden nur angedeutet und in Ausschnitten gezeigt. Auf diese Weise entziehen sie sich, ähnlich den Landschaften Marita Wiemers, einer eindeutigen Bestimmung und transportieren darüber hinaus eine große Dynamik und Bewegtheit. Die enorme Lebendigkeit, die ihren Skulpturen innewohnt, weist Franziska Seifert als eine wahre Meisterin ihrer Kunst aus. Die Materie Stein, die wie keine andere, Bewegungslosigkeit, Stillstand und Starre, ja sogar Tod symbolisiert, erfährt unter ihren Händen eine Umdeutung, an deren Ende eine ganz neue künstlerische Position steht. Diese ist charakterisiert durch den Mut zum Fragment, die Negation von Eindeutigkeit sowie eine hohe, auch emotionale, Bewegtheit. In diesem Sinne gehören auch die Steinskulpturen Franziska Seiferts in das Gebiet der Terra Incognita, des Unbekannten und Geheimnisvollen, das sich einer eindeutigen und fixierbaren Bestimmung entzieht.
Die Vernissage zur Ausstellung Terra Incognita findet am 15. Juli 2011 um 19:00 in den Räumen der Berliner Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst in der Brunnenstraße 150 in 10115 Berlin statt. Die Ausstellung selbst ist für Kunstinteressierte vom 16. Juli bis zum 3. September 2011 geöffnet.
Kunstinteressierte dürfen sich auch schon auf den Berliner Kunstherbst freuen, den die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst im September 2011 mit einer furiosen Gruppenausstellung einleiten wird. Im Rahmen dieser Ausstellung werden die Positionen Florian Froehlichs (Malerei, Skulpturen), Katalin Jakobs (Malerei), Isabella Sillers (Malerei) Sammy Deichmanns (Skulpturen aus Holz), Matthias Trotts (Skulpturen aus Holz) sowie weiterer Künstler der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst gezeigt.
10.06.2011, 19:00 Uhr - Vernissage
»Lebenszeichen – Contemporary Fine Arts« in der Achtzig Galerie
Die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst, angesiedelt im Herzen der pulsierenden Kunstmetropole Berlin, verwöhnt das Berliner Sommerpublikum und die Besucher der Hauptstadt mit einer außergewöhnlichen Doppelausstellung. Das Bestreben dieser erfrischend jungen Berliner Galerie besteht in der Hinwendung zur Gegenwartskunst und der Förderung junger Künstler. In der Doppelausstellung des Monats Mai Lebenszeichen-Contemporary Fine Arts werden die Positionen des Berliner/Potsdamer Malers und Grafikers Mathias Melchert sowie des Schweizer Bildhauers Florian Froehlich ausgestellt.
Der Titel der Ausstellung Lebenszeichen nimmt direkten Bezug auf einen Werkzyklus Mathias Melcherts. In seinen Werken finden sich meist Lebewesen, auch wenn diese oft nur fragmentarisch in Erscheinung treten oder in organischen Assoziationen zerfließen, so zum Beispiel in der Struktur einer Zelle. Die bildnerische Sprache dieses Künstlers ist verknappt; die Figuren werden auf Zeichen reduziert, aber ohne, dass der Künstler auf die typischen Wesensmerkmale der dargestellten Wesen verzichten würde. Gleichzeitig spricht aus dieser Titelwahl eine starke Bejahung des Lebens, des Daseins in und durch die Kunst, denn im Prozess der künstlerischen Arbeit bestätigt der Künstler auch seine eigene Existenz!
Das Titelbild der Ausstellung „Vogel auf Fisch“ (0,8 x 1m, Acryl auf Leinwand, 2010) zeigt einen Vogel und einen Fisch vor einer nur angedeuteten Landschaft. Die Aufteilung des Bildes ist schlicht und weitgehend flächig gestaltet, so dass das Hauptaugenmerk des Betrachters automatisch auf den beiden Protagonisten liegt. Der Vogel steht auf dem Fisch; doch ist aus dieser künstlerischen Momentaufnahme nicht zu ergründen, ob der Vogel den Fisch gefangen oder einfach gefunden hat. Auch die Absicht des Vogels enthüllt sich dem Betrachter nicht: Das Bild zeigt beide Tiere in einem Moment der Inaktivität und Starre: Wird der Vogel den Fisch fressen? Diese Reglosigkeit wird durch den bewegt-blauen Hintergrund und die, wenn auch sparsam eingebrachten, leuchtend-farbigen Partien aufgebrochen. Diese Spannung von Stillstand und Bewegung lädt den Betrachter dazu ein, an der Geschichte dieser beiden Lebewesen teilzunehmen und sie in seiner Fantasie fortzuführen. Während der Fisch fasst menschliche Züge trägt, sein Körper ist realistisch proportioniert und er besitzt ein Gesicht, ist der Vogel extrem filigran gezeichnet. Im Vergleich zu seinen überlangen Beinen wirken der Kopf, der Körper und auch die anliegenden Flügel winzig. Insgesamt ähnelt er so mehr einer grotesken Maschinerie: Der Künstler verfremdet die Realität und transponiert die Idee des Vogels mit all ihren Assoziationen (Freiheit, Leichtigkeit etc.) in die ureigene künstlerische Position. Dies gilt für alle Vogelfiguren Mathias Melcherts.
Der Zyklus „Lebenszeichen“, bestehend aus sechs Bildwelten (je 40 x 40 cm, Acryl auf Leinwand, 2010-2011), präsentiert dem Betrachter organische Strukturen, deren wahre Identität nur zu erahnen ist: Sie erinnern an Menschen oder auch Insekten und erscheinen oft auch als Symbiose verschiedener Lebensformen. Wie bereits die Vogelfiguren Melcherts bewegen sich auch die hier gezeigten Lebensformen immer in dem Spannungsfeld zwischen gegenständlicher und nicht-gegenständlicher Malerei. Auch hier kommt der filigranen Linienführung eine zentrale Funktion zu. Der meist schlichte und flächig gehaltene Hintergrund wird durch die Linie aufgebrochen und belebt. Auch hier begegnet der Betrachter oft grotesk-verfremdeten Organismen: Die Köpfe und Körper wirken an der Länge der Extremitäten gemessen überaus winzig und oft verdichten sich die Körper zu einer amorphen Masse, gehen ineinander über und bilden so ein neues organisches Ganzes, in dem die Grenzen des vormals Einzelnen verschwimmen. So entstehen Allegorien des Lebens – Lebenszeichen, die der Betrachter zu lesen hat.
Auch die Skulpturen Florian Froehlichs kreisen um das Thema Leben und präsentieren dem Betrachter Lebenszeichen – Chiffren der menschlichen Existenz, die der Betrachter zu enträtseln hat. Seine Werke beziehen ihre hohe Ausdruckskraft aus dem Spannungsfeld von Individuum und Gruppe: Wer bin ich? Wer sind die anderen? Und was ist der Mensch als Teil einer Gruppe? Als Bildhauer zelebriert Florian Froehlich in seinen Werken den Übergang von der zweiten in die dritte Dimension: Seine Werke spielen mit der tastbaren Materie, die mit wechselndem Lichteinfall in Bewegung zu geraten scheint. Gleichzeitig bestechen die Werke dieses außergewöhnlichen Künstlers auch durch die Vermischung verschiedener künstlerischer Techniken, so gehen zum Beispiel Leinwände und Skulpturen unter seinen Händen eine überaus fruchtbare Symbiose ein. Inhaltlich dominiert die Frage nach dem Verhältnis und dem Zusammenspiel von Individuum und Masse die Position Florian Froehlichs. Seine Skulptur „Der Mann mit großem Mantel“ (Skulptur 2010, Holzsockel weiß; mit Sockel 24 x 8 x 10cm) zeigt die eine Seite der menschlichen Existenz: Der Mensch erscheint hier als Einzelwesen, als schwarzer, klar abgegrenzter, Körper auf einem riesig wirkenden weißen Sockel. Die ungleiche Proportion von Sockel und Figur erzeugt den Eindruck einer alles beherrschenden Einsamkeit. Gleichzeitig hilft der große Mantel, der den Körper des Mannes in gewissem Sinne fortführt und ein Teil von ihm ist, der Figur dabei, sich gegen die Unendlichkeit des Raums zu stemmen und ihre eigene Existenz zu behaupten. Die Figur sendet deutliche Lebenszeichen aus: Hier bin ich, winzig vor dem Hintergrund des außermenschlichen Daseins, aber auch selbstbestimmt und frei.
In anderen Skulpturen Florian Froehlichs dominiert wiederum die Inszenierung der menschlichen Existenz als soziales Gefüge, als Masse. Diese Masse scheint in einer fortwährenden Bewegung gefangen zu sein. Der Einzelne ist hier nicht mehr klar auszumachen, sondern muss seine Selbstbestimmung, die für den Mann mit dem großen Mantel noch möglich scheint, im Angesicht einer alles beherrschenden Gruppendynamik aufgeben, so zum Beispiel in den Werken „Gruppe 1“ (Skulptur 2011, Sockel weiß; mit Sockel 20 x 9 x 8cm) und „Gruppe 2“ (Skulptur 2011; Sockel weiß, 13 x 10 x 9cm). Die Menschen erscheinen hier als eine amorphe Masse, die Individualität unmöglich macht. Was den Betrachter gefangen nimmt, ist die starke Bewegtheit dieser Masse Mensch: Auf dem weißen Sockel erscheint die ganz in Schwarz gehaltene Gruppe, die Masse Mensch, als taumelnde, fließende Menge. Sie wird nie zur Ruhe kommen und es gibt keine Richtung, in die sie steuert. Jeden Augenblick droht diese Ansammlung von Körpern von ihrem Sockel in den unendlichen Raum, in einen alles verschlingenden Abgrund zu stürzen. Dies ist die andere Position, die Florian Froehlich im Hinblick auf die Natur der menschlichen Existenz mit seinen Werken besetzt. Es ist ein Ungleichgewicht des Seins, das hier zur Anschauung gelangt; menschliche Existenz gesehen als ein fragiles Sein, das nicht selbst steuert, nicht selbst Lebenszeichen sendet, sondern getrieben wird.
Die Vernissage zur Ausstellung Lebenszeichen – Contemporary Fine Arts findet am 10. Juni 2011 um 19:00 in den Räumen der Berliner Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst in der Brunnenstraße 150 in 10115 Berlin statt. Die Ausstellung selbst ist für Kunstinteressierte vom 11. Juni bis zum 9. Juli 2011 geöffnet.
13.05.2011, 19:00 Uhr - Vernissage Ein KunstSommer in Berlin -
»Lucy in the Sky with Diamonds«
Aufregend verlief das Gallery Weekend in Berlin allgemein und in der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst im Besonderen: Am Wochenende vom 29. April bis 01. Mai 2011 hatten zahlreiche Berliner Galerien dem kunstinteressierten Publikum der Hauptstadt ein ganz besonderes Highlight geboten und ihre Pforten auch am Wochenende geöffnet. Die Berliner Kenner der Kunstszene sowie ihre Gäste haben dieses Angebot begeistert aufgenommen und die Gelegenheit genutzt, die Vielfalt der künstlerischen Positionen, die Berlins Galerien zu bieten haben, intensiv ausgekostet. Ein Kunsterlebnis der Extraklasse, das auch die Galeristin Diana Achtzig zum Schwärmen bringt: „Nächstes Jahr“, so sagt sie, „wird die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst auf jeden Fall wieder dabei sein und den Menschen die Möglichkeit bieten, Gegenwartskunst hautnah und jenseits vom Arbeitsalltag zu genießen und auf sich wirken zu lassen!“
Doch viel Zeit zum Schwärmen bleibt der außergewöhnlichen Galeristin und Künstlerin Diana Achtzig nicht, da in Form der nächsten großen Gruppenausstellung schon wieder ein außergewöhnliches Kunsterlebnis in der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst unmittelbar vor der Tür steht: Der Titel der Ausstellung „KunstSommer - Lucy in the Sky with Diamonds“ soll das Traumhaft-Surreale der hier dargestellten Positionen zum Ausdruck bringen.
Gezeigt werden die Positionen aus dem Galerieprogramm der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst Franziska Seiferts, Matthias Trotts, Sibylle Wills, Sammy Deichmanns, Isabella Sillers, Ralf Bergners, Erica Gollings sowie Diana Achtzigs.
Die Steinskulpturen Franziska Seiferts zelebrieren die Mehrdeutigkeit der menschlichen Existenz. Ihre Figuren weisen zum überwiegenden Teil anthropomorphe Formen auf, doch werden meist nur Ausschnitte gezeigt. So erhalten ihre Figuren eine faszinierende Flüchtigkeit und Bewegtheit. Diese Lebendigkeit der Bewegung beweist auf welch hohem Niveau hier der Stein, der normalerweise Unbeweglichkeit, Starre und auch Tod symbolisiert, im künstlerischen Prozess verwandelt wird und ganz neue Positionen hervorbringt. Dabei entspricht die Uneindeutigkeit in der inhaltlichen Aussage auch der Materialwahl Franziska Seiferts: So finden die unterschiedlichsten Steintypen unter ihren Händen zu einem neuen Ausdruck. Die großformatigen Monotypien, die Franziska Seifert von zahlreichen ihrer Figuren gefertigt hat, gewähren dem Betrachter einen hoch interessanten Eindruck in den diffizilen Arbeitsprozess dieser außergewöhnlichen Vertreterin der Gegenwartskunst. Diese Einmaldrucke, seitenverkehrt gefertigt, sind ebenso individuell wie die Figuren selbst und vereinen als Dokument des kreativen Schaffensprozesses des jeweiligen Kunstwerks sowohl dessen Vergangenheit als auch dessen Gegenwart in sich.
Die Pfahlholzskulpturen des Magdeburger Künstlers Matthias Trott bestechen durch ihre (scheinbare) Einfachheit und bewusste Nähe zum Archaischen. Das Holz, das hier verarbeitet wird, ist Eichenholz und ca. 400 Jahre alt. Bearbeitet wird das Holz mit der Kettensäge und diese Spuren sollen auch sichtbar bleiben. Anschließend wird das Material gebrannt, gebürstet und geölt, mitunter auch noch gekalkt. Auf diese Weise entstehen einzigartige Porträtserien von menschlichen Körpern, die oft in ihrer sozialen Funktion wiedergegeben werden, so zum Beispiel die Figuren der Reihe der „Guardian-Wächterfiguren“. Oftmals erscheinen die menschlichen Körper auch auf Fragmente reduziert und die Position Matthias Trotts tritt dann in einen Dialog mit der Kunstgeschichte, der bis zu den Torsos der Antike zurückreicht (vgl. zum Beispiel „Torso/Kopf für E.“). Immer werden durch die archaisch-anmutenden Menschen-Skulpturen Matthias Trotts auch höchst abstrakte Inhalte transportiert. Seine Position ist eine sehr emotionale, die die Unmittelbarkeit ihrer Wirkung aus der Reduktion aufs Wesentliche (alles erfolgt allein über den rein Körperlichen Ausdruck) sowie aus der Urtümlichkeit und Einfachheit ihres Materials zieht. So trägt eine seiner Torso-Skulpturen den Titel „Torso/Distanzierte Nähe“ und zeigt eine wahrscheinlich männliche Figur, die in der klassischen Denkerpose vor den Betrachter tritt und damit gleich zwei Paradoxien aufruft, die die Fragwürdigkeit menschlicher Erkenntnis symbolisieren sollen: Denn dieser Torso hier verfügt über Arme und entfernt sich somit entschieden von seinen kunstgeschichtlichen Vorbildern. Die zum Kinn geführte Hand unterstreicht den reflexiven Moment. Und auch der Titel des Bildes setzt diesen Widerspruch fort. Das Oxymoron „Distanzierte Nähe“ beschreibt einen Grad der Entfremdung, der Teil der Position vieler Künstler der Contemporary Art ist, die die Unmöglichkeit echter menschlicher Nähe in einer Welt der Beschleunigung und der zunehmenden Technisierung zeigen wollen.
Auch der Wahlschweizer Sammy Deichmann drückt seine Position in der Arbeit mit dem an sich starren Werkstoff Holz aus. Dabei werden seine Werke durch das beständige Spiel mit den Möglichkeiten, aber auch natürlichen Begrenzungen des Materials Holz bestimmt. Die Lebendigkeit des an sich bereits toten Stoffes drückt sich in den spezifischen Eigenarten des Holzes aus, die in den künstlerischen Schaffensprozess einfließen: Zu den natürlichen Unregelmäßigkeiten in Struktur und Oberfläche kommen vermeintliche Fehler, wie Schwundrisse, die dem an sich toten Material eine faszinierende Lebendigkeit und bestechende Ausdruckskraft verleihen. Die Form seiner Figuren reicht vom rein Abstrakt-Figürlichen über organische Formen (wie in der Reihe „Organics“) bis hin zu filigranen Gebilden (zum Beispiel in den Objekten aus der Reihe „Balance“), die die Grenzen des physisch Möglichen austesten. Was all seine Skulpturen zusammenhält aber ist die bewusste Nähe zum Archaischen und Rohen: Wie schon bei Matthias Trott tragen auch seine, aus kompakten Baumstämmen entstandenen, Skulpturen noch die Spuren ihres Entstehungsprozesses in sich, in Form von Einfräsungen der Kettensäge und von Oberflächenbearbeitungen mittels Feuer und Wasser. Diese „zähmen“ das Material, indem sie es glätten und gleichzeitig witterungsbeständig werden lassen. Inhaltlich suchen seine Werke immer den Dialog mit den gesellschaftlichen Phänomenen seiner Zeit: Mitunter bilden die „Leerstellen“ innerhalb der Figuren das inhaltliche Zentrum: Die kompakte Struktur des massiven Eichenholzes wird durch linear vorgenommene Schnitte einer so großen Zerstörung ausgesetzt, dass die so entstandenen, mitunter gitternetzartigen, Figuren sich an der Grenze zur völligen Auflösung befinden. Was sagt es über eine Gesellschaft aus, wenn ihre künstlerische Nachempfindung aus mehr Leerstellen als Strukturen besteht? Wenn das, was nicht ist, mehr Raum einnimmt als das, was für den Menschen greifbar ist? Wenn die Materie zum Rahmen des Nichts degradiert wird? Immer wiederkehrendes Thema seiner Figuren ist denn auch das Eingehen des modernen Menschen in der sinnleeren Konformität der Masse: Zeichen dafür ist der Hut, den viele seiner Menschenfiguren tragen und der sie als zueinander gehörig identifiziert. Er ist ihr einziges menschliches Merkmal, denn ein Gesicht, das ihnen Individualität verleihen würde, ist in der Position Sammy Deichmanns nicht vorgesehen.
Der Berliner Künstler und Illustrator Ralf Bergner fertigt Bilder, die weitaus mehr sind, als reine Illustrationen und schmückendes Beiwerk. Mit der Lust eines Kindes am Überbordenden und Bildgewaltigen greifen seine Zeichnungen und Gemälde (Märchen-)Texte, Aphorismen und Gedichte auf und übersetzten sie ins Visuelle. Die nur dem Diktat der eigenen Phantasie verpflichtete künstlerische Ausgestaltung lässt allseits bekannte Themen oder Texte vor dem Auge des Betrachters in einem ganz neuen Licht erstrahlen. Rein dekorative Elemente gehen hierbei ins Überbordende über, das auch gerne etwas dazu erfindet, und der Künstler schöpft aus dem Gewesenen und Gegenwärtigen und schafft beständig neue reiche Zusammenhänge. Das pralle Leben trifft hier mit seiner vollen emotionalen Bandbreite auf den Betrachter, der sich in dem Detailreichtum des Dargestellten hemmungslos verlieren kann. Närrisch-skurrile Elemente, die mitunter stark karikaturistisch daherkommen, finden sich in direkter Nachbarschaft zu zärtlich ausgestalteten Episoden oder solchen, die ein Gefühl der Wehmut erzeugen. Das große emotionale Spektrum seiner Zeichnungen, das in der Lage ist, den Betrachter in all seinen Stimmungen aufzufangen, ist für die hohe Ausdruckskraft der Illustrationen und Zeichnungen Ralf Bergners verantwortlich, die oftmals die ihnen zugrundeliegenden Texte an Originalität und Einfallsreichtum überflügeln. Die soziale Schärfe, die einigen Zeichnungen eigen ist, erinnert nicht nur die Berliner an die karikaturistisch-liebevollen Bilder des Altmeisters Heinrich Zille.
Die Position Sibylle Wills ist stark konzentriert auf das Weibliche. Die Figuren, die ihre Bildwelten bevölkern, sind immer feminin und sehr zart. Gemein ist ihnen, dass sie ihre Weiblichkeit nicht verhüllen, sondern immer nackt vor den Betrachter treten. Die Farbwahl, fast immer ein Gemisch aus Grau-, Schwarz- und Weißtönen, das selten durch ein leuchtendes Rot durchbrochen wird, trägt bereits ganz wesentlich zu dem stark traumhaften und surrealen Eindruck ihrer Werke bei. Die Position dieser Künstlerin sucht ganz bewusst die Nähe zum Veristisch-Surrealen: Die Figuren und auch die Gesichter kommunizieren immer eine Sehnsucht, die Sehnsucht nach einem Ideal, nach dem persönlichen Paradies. Aus einem traumhaften Zustand heraus erfolgt ihre Suche, die mitunter real („Maybe 1&2“, „Warrior“ oder „Kriegerin“), also verwirklichbar ist, manchmal aber auch entfernt von jeder objektiven Realität, jeder Verwirklichung, erscheint („Nowhere“, „Path“ oder „Dreamwalker“). Der träumerisch-surrealistische Zustand, in dem sich die weiblichen Figuren hier befinden, kommuniziert oft Grundzustände des menschlichen Seins, wie zum Beispiel des Verliebtseins („Blus“) oder auch das Gefühl einer alles bestimmenden Vergänglichkeit („Path“). Der weiße oder naturbelassene Hintergrund der Bilder symbolisiert die Nichtexistenz einer Außenwelt neben der individuellen Traumwelt der Figuren. Die Frauen bzw. Mädchen sind in der realen Welt nicht anwesend: Sie sind nur mit und in sich selbst. Sie wollen die äußere Realität nicht, stehen ihr feindlich gegenüber, und suchen ihr persönliches ureigenes Paradies, wobei der Betrachter nicht erfährt, ob sie schon dort gewesen sind oder erst dorthin kommen wollen – ob sie also im Moment ihrer Ankunft oder Abkehr dargestellt werden. So sind sie oftmals selbst in Auflösung befindlich („Nowhere“, „Path“ oder „January“). Im Zentrum der Position steht neben dem unverkennbaren Bezug zum veristischen Surrealismus das asiatische Konzept des Wabi-Sabi, das ästhetisch auf die Grundsätze des Zen-Buddhismus zurückführt. Dem entspricht die Auflösung, Unfertigkeit und Brüchigkeit der Figuren und damit der Weiblichkeit, die hier zur Darstellung gelangen, sowie die Reduktion auf das Wesentliche, das die meditative Suche der Figuren nach dem eigenen inneren Zentrum erst ermöglicht.
Der veristische Surrealismus bildet auch das inhaltliche Zentrum der Position der Berliner Galeristin und Künstlerin Diana Achtzig. Viele ihrer Werke beschäftigen sich mit dem menschlichen Grundgedanken der Freiheit und porträtieren vor diesem Hintergrund häufig Protagonisten, die vom Fliegen träumen. Für die starke Verbindung zum Surrealismus spricht die enorme Gegenständlichkeit ihrer Bildwelten, wobei die einzelnen Gegenstände immer wieder neue semantische Verbindungen eingehen und ihre alte Sinn- und Existenzgebung aufgeben. Diese neuen Verbindungen entführen den Betrachter in eine fremdartige Welt, die, ihrer ursprünglichen Sinngebung beraubt, höchst irreal und oft auch bedrohlich und schockierend daherkommt. Die Auflösung gewohnter Denkschemata sowie die Zusammenführung an sich disparater Gegenstände bezeugen die starke Anbindung der Position Diana Achtzigs an den veristischen Surrealismus. Immer wieder thematisiert wird auch das Fortschreiten der Technisierung: So begegnet der Betrachter in den Bildwelten Diana Achtzigs Massenprodukten des Konsumzeitalters, zum Beispiel Nähmaschinen, die das wirtschaftliche Leben, aber auch das menschliche Dasein, insbesondere das Weibliche stark verändern. Dabei geht der Gewinn neuer Freiheiten Hand in Hand mit einer potentiellen Gefährdung des modernen Menschen. Was wäre wenn die fliegenden Maschinen eines Tages die Herrschaft über ein Menschengeschlecht übernehmen würden, das sich allzu leicht durch neugewonnene Freiheiten blenden und über eine mögliche Gefährdung hinwegtäuschen ließ? Die Science-Fiction- Literatur und auch die cineastische Welt ist voll von solchen Geschichten, in denen sich die Geschöpfe am Ende der „Geschichte“ über ihren Schöpfer erheben.
Die österreichische Malerin Isabella Siller porträtiert in ihren Werken menschliche Grundsituationen und kombiniert sie gekonnt mit persönlichen Erfahrungen (zum Beispiel „Unter Lärchen“ oder „Das Streben nach Anerkennung“). Ihre Werke sind stark realitätsbetont und operieren doch immer auf zwei Ebenen. Sehr häufig geht es um die Konfrontation von Wahrheit und Schein, von Konformität und Individualität, und von dem Verlangen des Menschen, Aufmerksamkeit und Anerkennung zu erhalten. Die Figuren ihrer Bildwelten wollen Anstand und Tradition bewahren, sie wollen ihre persönliche Lebensgeschichte an diese tradierten Begriffe anknüpfen (zum Beispiel „Eine Frage des Prinzips“). Natürlich und echt erscheinen oft nur die Kinder; sie sind noch nicht völlig von der konformistischen Gesellschaft unserer Zeit vereinnahmt worden: So zeigt das Bild „Das Streben nach Anerkennung“ eine Frau, die sich in einem Personenkreis auszieht, um Aufmerksamkeit zu erlangen. Während der einzige anwesende Mann sich durch den Konsum von Drogen der Szene entzieht, sind es nur zwei Kinder, die sich bewusst und demonstrativ von der halbnackten Frau abwenden und sich so von einer scheingebundenen Realität lossagen, ohne dafür, wie der einzige männliche Erwachsene, selbstzerstörerischen Trieben zu gehorchen.
Die Position der gebürtigen Hamburgerin Erica Golling ist in der Minimal Art verortet: Ihre farbenfrohen Werke sind Ausdruck der kompromisslosen Aufgabe der klassischen Formgebung zugunsten eines abstrakten Ausdrucks. Sie transportieren Lebensfreude und spontanen Aufbruch und profitieren von einem hohen Grad an Authentizität. Jedes ihrer Werke schafft den Raum für eine eigene Geschichte, die der Betrachter im Dialog mit dem Werk entwickeln kann. Die Strenge, die von der vollkommenen Reduktion auf abstrakte Formen und der Abkehr von jeder Form von Gegenständlichkeit ausgeht, steht in einem lebendigen Kontrast zu der expressiven Farbwahl und dem hohen Grad an Autonomie, die jeder einzelnen geometrischen Form innewohnen. Und erst in der endgültigen Anlage der Formen zu- und miteinander schafft Erica Golling eine neue individuelle Form des spielerischen Ausdrucks und der unbändigen Freiheit, die jeden Betrachter in ihren Bann ziehen muss.
Die Vernissage zur Ausstellung „SommerKunst – Lucy in the Sky with Diamonds“ findet am 13. Mai 2011 um 19:00 in den Räumen der Berliner Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst in der Brunnenstraße 150 in 10115 Berlin statt. Die Ausstellung selbst ist für Kunstinteressierte vom 14. Mai bis zum 4. Juni 2011 geöffnet.
15.04.2011 - Vernissage »Die Kunst-Revolution in der Achtzig-Galerie«
Das Thema Revolution hat sich in diesem Frühjahr in das Bewusstsein der Welt mit einem Schlag zurückkatapultiert. Die Idee der Revolution präsentiert sich in diesen Tagen als höchst virulent: Von Tunesien ausgehend, über Libyen und den Jemen spüren selbst die Volksmassen in China, dass eine neue Zeit anbrechen könnte. Die Revolution trägt in sich ebenso ein Versprechen von Freiheit, wie auch zugleich die Androhung von Gewalt und Gefahr. Es geht um den Umsturz einer Ordnung zugunsten einer neuen, um eine Neuordnung der Verhältnisse und Werte.
Mit ihrer April-Ausstellung beweist die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst einmal mehr ihr untrügliches Gespür für die Themen, die die zeitgenössische Wirklichkeit bestimmen und beeinflussen. So geben im Rahmen dieser Gruppenausstellung nationale und internationale Künstler dem Thema Revolution ihre eigene künstlerische Ausformung. Gezeigt werden die Werke Florian Froehlichs, Katalin Jakobs, Karin Scheuchers, Ellen Wolters, Franziska Seiferts, Marita Wiemers, Renate Meißners, Sibylle Wills, Sylvester Antonys, Helena Assats, Petra Meyers, Patrizia Schüllers und Dorothea Weises.
Dreh- und Angelpunkt der Bildwelten und Skulpturen Florian Froehlichs ist immer die Masse Mensch. Der Mensch tritt hier nicht als Einzelfigur, als Individuum auf, sondern immer als Teil einer Gruppe, ohne individuelle Züge. So sind die Massen, die er zeigt immer in Bewegung, von seinen Werken geht eine starke Dynamik aus, aber die Masse selbst bleibt amorph, grenzenlos und unscharf. Das Thema der Revolution, die in ihren Anfängen zwar von einer kleinen Gruppe ausgehen kann, letztlich aber immer auf die Unterstützung einer breiten Menschenmasse angewiesen ist, ist somit wie geschaffen für diesen jungen Schweizer Künstler, der in seinen Werken immer wieder die Begegnung von Mensch und Masse inszeniert und problematisiert, wie zum Beispiel in seinem Werk „Französische Revolution“.
Die Position der Schweizerin Katalin Jakob, spricht bewusst von einer „revolutionären Kraft“, die sie für ihre Kunst einsetze. Ihre Werke kommen genauso kraftvoll und innovativ daher, wie es dieser Ausspruch vermuten lässt. Die Disparität in der Farbwahl ihrer Bildwelten, die oft in grelle Kontraste mündet, transportiert eine kraftvolle Lebendigkeit. Der meist ruhige Hintergrund wird aufgerissen, oft durch ein Blutrot, und verweist so auf das Thema Gewalt. Ordnungen werden zerstört und das Thema Revolution erscheint hier als omnipräsente Möglichkeit des Umsturzes von Biographien und/oder Gesellschaftsordnungen. Gleichzeitig verweist die tiefe Bewegtheit ihrer Bildwelten, ebenso wie die häufig anzutreffende Variation des Thema Fliegens, auch immer auf einen möglichen Neuanfang, auf den Aufbruch in eine neue Zeit.
Die Bilder der Österreichischen Künstlerin Karin Scheucher leben von der Spannung zwischen Figuration und Abstraktion. Bevölkert werden sie von Menschen, die in einem steten Kontakt zur Gewalt stehen. Sie sind entweder Täter oder Opfer und es sind nicht die Menschen, die die Gewalt beherrschen, sondern es ist die Gewalt, die die menschliche Existenz umklammert. Diese grauenhafte Vision einer alles verzehrenden immerwährenden Gewalt ist Karin Scheuchers individuelle Interpretation der Revolution, die an den spätlateinischen Begriffsursprung des Wortes anknüpft: Ursprünglich bezeichnete der Terminus „Revolution“ die gleichbleibende kreisförmige Bewegung der Himmelskörper. So erscheint Gewalt hier auch als Kreislauf: Ihr Ende und ihr Anfang bleiben dem Menschen unverständlich.
Die Berliner Malerin Ellen Wolter verzaubert den Betrachter mit einer grellen Lebendigkeit und einer überbordenden Farbfülle. Ihre Werke leben von Anleihen aus der zeitgenössischen Werbeindustrie und hoch artifiziellen Anspielungen auf die Kunstgeschichte. Die Bunthaftigkeit der Farbauswahl sowie die Maltechnik erinnern den Betrachter an die Bilder Roy Lichtensteins und Andy Warhols. Der Einbau unterschiedlicher Schrifttypen in ihre Bildwelten wiederum verweist auf die Zitat-Technik der amerikanischen Künstler Stuart Davis oder Charles Demuth aus den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Ellen Wolter inszeniert die Themen Revolution und Freiheit in ihren Werken als weiblichen Geschlechterkampf. In der Art eines Comics kreisen ihre Werke um Macht und Ohnmacht der Frau und dokumentieren die Entwicklung der Frau von dem Augenblick ihrer Schöpfung über ihre Rolle als bewegliche Handhabe des Mannes nach dem Sündenfall bis hin zu modernen Visionen zeitgenössischer Weiblichkeit.
Die Steinskulpturen und Monotypien Franziska Seiferts interpretieren das Thema von Revolution und Bewegung auf eine ganz ungewöhnliche Weise. Ebenso vielfältig wie die Steintypen, die Franziska Seifert für ihre Skulpturen verwendet, sind auch die Deutungsmöglichkeiten der Figuren, die oft anthropomorphe Formen aufweisen und dabei meist nicht über einen fragmentarischen Ausschnitt hinausgehen. Der Stein gilt gemeinhin als Inbegriff toter Materie, als starr und unbeweglich. Umso interessanter wirkt die Umdeutung, die er unter den Händen Franziska Seiferts erfährt: Ihre Skulpturen sind von Grund auf unbestimmt. Doch ist es gerade diese Unbestimmtheit, die in letzter Instanz dem ganzen Gebilde einen ungewöhnlich hohen Grad an (emotionaler) Bewegtheit verleiht. Die großformatigen Monotypien, die sie von einer Vielzahl ihrer Skulpturen anfertigt, reflektieren den Arbeitsprozess der Künstlerin auf eine faszinierende Weise: Als seitenverkehrter Einmaldruck der Figur, heben sie zwar ihre Dreidimensionalität auf, entfalten jedoch als einzigartiger „Fingerabdruck“ des jeweiligen Kunstwerks eine ganz eigene künstlerisch-reflexive Qualität.
Die grafischen und malerischen Werke Marita Wiemers bestechen durch ihr klares Bekenntnis zum Ungegenständlichen. Figurative Elemente sucht der Betrachter hier vergeblich. Ihre Werke bedienen sich bei der künstlerischen Umsetzung des Themas Revolution einer großen Expressivität, die sich in dem gekonnten Spiel mit Formen, Farben und Strukturen ausdrückt. Linoldruck und Spachteltechnik gelangen unter den fachkundigen Händen Marita Wiemers zu einer ungeahnten Ausdrucksfülle. Ihre Werke tragen in aller Regel keine Titel, sondern laden den Betrachter zu einer Fantasiereise ein, deren Zielort im Unbestimmten liegt. Es sind die individuellen Gefühle der Künstlerin beim Anblick einer bestimmten Landschaft oder beim Nachvollzug des Wechsels von Licht und Schatten, die diesen einzigartigen Bildwelten Struktur und Form geben und den Betrachter einladen, sich schöpferisch an der Ausgestaltung dieser spirituellen Reise zu beteiligen.
Die Bildwelten Dr. Renate Meißners bestechen durch einen hohen Grad an Individualität und Kreativität. Thema der freiberuflichen Psychotherapeutin ist das menschliche Seelenleben. Ihre farbgewaltigen Werke porträtieren seelische Zustände: Man begegnet hier den Themen Einsamkeit und Schmerz ebenso wie der Idee der Liebe. Diese menschlichen Gemütszustände erscheinen hier als Grundthemen der menschlichen Psyche, die somit allgemeingültig sind und losgelöst von Raum und Zeit ihre Gültigkeit bewahren. Aus der Fülle und der Vielfalt der hier zur Abbildung gelangenden Gefühlszustände lässt sich die Möglichkeit „revolutionärer“ Abläufe in der menschlichen Psyche ableiten, aufgrund derer das menschliche Individuum von einem psychischen Zustand in den nächsten, möglicherweise gegenständlichen, übertritt oder „gestoßen wird“.
Die „Porträts“ der baden-württembergischen Künstlerin Sibylle Will haben sich fast ausschließlich dem Weiblichen verschrieben. Ihre Figuren sind meist nackt, erscheinen ohne Requisiten, genügen sich selbst. Mitunter erscheinen sie als Sinnbild von Leid und Schmerz. Ihre Gesichter haben in der Regel einen kontemplativen Ausdruck und verraten nur selten etwas über den jeweiligen Gemütszustand der Figur. Die Augen sind groß gezeichnet und von einer bewegenden Ausdruckskraft. Als Spiegel der Seele bleiben sie jedoch undechiffrierbar. Die Figuren wirken verletzlich, unfertig, sind oft mehr flüchtig hingeworfene Studien als klar umrissene „Porträts“. Dieser Punkt bildet den theoretischen Kern der Bildwelten Sibylle Wills, die keine mimetische Abbildhaftigkeit erreichen wollen, sondern zum Wesenhaften der weiblichen Figur vordringen wollen.
Der Ausnahmekünstler Sylvester Antony, der bereits seit 20 Jahren auf der ganzen Welt ausstellt, lebt und arbeitet auf Schloss Wodrow, in dem gleichnamigen Ort Wodrow, wo er auch eine ständige Ausstellung seiner Werke unterhält. Inhaltlich reflektieren seine Bilderzyklen, z.B. der Zyklus „Cocaine-City“, die der menschlichen Gesellschaft inhärenten Spannungen. Immer wieder gibt es Anleihen an den deutschen Expressionismus: Auch sein Thema ist die moderne Großstadt, die den Menschen durch Angebote und Verlockungen an sich bindet, aber auch durch Befehle seine Existenz lenkt. Die Szenarien sind düster und sexy zugleich. Überall ist Aufbruch und Bewegung. Sein Malstil ist höchst ungewöhnlich und besticht durch eine starke materielle Präsenz.
In den Bildwelten der Leverkusener Künstlerin Patrizia Schüller kann sich der Betrachter leicht verlieren. Ihr Malstil verzichtet gänzlich auf Figuration zugunsten einer alles umfassenden Ungegenständlichkeit. Bemerkenswert sind die kontrastreiche Farbwahl und der strukturhafte Farbauftrag, die den Bildern eine große (emotionale) Bewegtheit verleihen. Wasser und Landschaften, die hier zu einer abstrakt-poetischen Darstellung gelangen, bilden das thematische Zentrum ihrer Bildwelten, die so auch als Seelenlandschaften lesbar sind. Der hohe Abstraktionsgrad ihrer Bilder fordert vom Betrachter eine interpretatorische Eigenleistung und lädt ihn ein, dem Kunstwerk ganz individuell zu begegnen.
Die Künstlerin Helena Assat malt ihre Kunstwerke mit Acrylfarben. Es entstehen traumhafte Figurengebilde, die den Betrachter an die Malerei Joan Mirós sowie an die Frauengesichter und Stillleben Pablo Picassos erinnern. Beherrschend in der Farbwahl sind Meerestöne. Vor diesem blauen Hintergrund erheben sich helle Linien, die die gemalten Figuren zerteilen und kreuzen. Durch diese außergewöhnliche Technik des Farbauftrags bilden sich dreidimensionale Flächen und fast schon skulpturhafte Formen heraus.
Die Bildwelten Dorothea Weises handeln von der Zerrissenheit menschlicher Biographien und Formen des Gemeinlebens. Immer wieder sind es kleine Details, denen die Künstlerin nachspürt und die sie dann in bildgewaltige Geschichten überführt, die oft mythisch überhöht oder märchenhaft verklärt erscheinen. Das inhaltliche Zentrum dieser Auseinandersetzung mit der Heterogenität der menschlichen Existenz bilden immer wieder anthropologische Grundthemen wie Schuld und Unschuld oder Gut und Böse. Doch diese Dichotomien sind aus den Fugen geraten und haben ihre klare Abgrenzung zueinander verloren: Dadurch führen sie dem Betrachter immer wieder eindringlich die Möglichkeit von Revolution als einer Umkehrung der bestehenden Verhältnisse vor Augen. Der Blick dieser Künstlerin auf eine aus den Fugen geratene Welt ist voller Traurigkeit und scheint die Möglichkeit, eines positiven Ausgangs und somit des Überflüssigwerdens von revolutionärer Veränderung auszuschließen.
Die Ölbilder Petra Meyers beziehen ihren hohen Grad an Expressivität aus der Verwendung geometrischer Formen. Es entstehen bunte Räume, die aus gleichmäßig angelegten farbigen Flächen bestehen. Der hohe Abstraktionsgrad verleiht ihren Werken etwas Geheimnisvolles. Durch das exzessive Spiel mit Licht- und Schatteneffekten erzielt die Malerin große räumliche Tiefen, was ihren Bildern oftmals labyrinthartige Strukturen verleiht. Die äußerst kontrastreiche Farbgebung verstärkt diesen Effekt der Plastizität noch zusätzlich. Das klare Bekenntnis zum Ungegenständlichen kombiniert mit der strikten Verwendung geometrischer Formen erinnert den Betrachter an die Malerei des Konstruktivismus und den wesensverwandten Versuch dieser Künstler, sich vom Diktat der mimetischen Nachahmung zu lösen.
Die Vernissage zur Ausstellung „Revolution“ findet am 15.04.2011 um 19:00 in den Räumen der Berliner Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst in der Brunnenstraße 150 in 10115 Berlin statt. Die Ausstellung selbst ist für Kunstinteressierte vom 16. April bis 7. Mai 2011 geöffnet.
11.03.2011 - Vernissage »Kunstwettbewerb 2010«
Die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst, die es sich seit jeher auf die Fahne geschrieben hat, die Förderung junger nationaler und internationaler Künstler in der pulsierenden Metropole Berlin voranzutreiben, erfreut die Hauptstadtbewohner und ihre Gäste zu Frühjahrsbeginn mit einer besonders außergewöhnlichen Ausstellung. Diese setzt den Schlusspunkt unter den äußerst erfolgreichen verlaufenen Kunstwettbewerb 2010, mit dessen Ausschreibung die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst im letzten Jahr auch über die Grenzen Berlins hinaus Furore gemacht hatte. Mit der Unterstützung verdienter Kunstförderer, insbesondere der Familie von Hohenzollern und der Familie Schmidt, gelang es der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst eine Vielzahl junger Künstler für eine Teilnahme an dem Wettbewerb zu gewinnen. Dieser lockte immerhin nicht nur durch ein attraktives Preisgeld, sondern bot jungen Künstlern auch die einzigartige Chance, ihre Werke im Herzen Berlins, in dem Künstlerviertel der Hauptstadt rund um die Brunnenstraße und in direkter Nachbarschaft zum Berliner Fernsehturm, einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Das Resultat dieses Wettbewerbs ist eine besonders hochkarätige Ausstellung, die die unterschiedlichsten Künstler in sich vereint und sowohl thematisch als auch handwerklich mit einer hohen Innovationskraft aufwartet.
Aufgrund des unerhört großen Erfolgs wird es auch dieses Jahr wieder einen Kunstwettbewerb geben, über den sich die kunstinteressierten Berliner und die Besucher der Hauptstadt ebenso freuen dürfen wie die jungen Künstler, die diesmal die wertvolle Gelegenheit erhalten, mit ihren Werken an die Öffentlichkeit zu treten. Der Kunstwettbewerb 2011 der Achtzig-Galerie für zeitgenössische Kunst läuft noch bis zum 31.12.2011. Am 01.01.2012 um 10 Uhr wird die Jury dann ihre Entscheidung treffen und die Preisträger des Jahres 2011 festlegen. Dieses Jahr winkt dem Gewinner des Wettbewerbs ein Preisgeld in Höhe von 8.000€!
Die Jury des Kunstwettbewerbs 2010 besteht aus hochkarätigen Kennern der nationalen und internationalen Kunstszene: Antonio Grausini (Italien), Marc Schyrkov (Russische Föderation), Frank Lübeckso (Belgien), Tamara Virkow (Ukraine), Gerry Schönthaler (USA) sowie der Galeristin der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst, Diana Achtzig.
Der 1. Platz und das daran gekoppelte Preisgeld gehen an den amerikanischen Künstler Donald McWilliam. Das „Gewinnerwerk“ „Das Boot 1“ ist bereits verkauft. Überhaupt ist es McWillliam gelungen, seinen Marktwert in einem schwindelerregenden Tempo zu steigern: Seine Werke gehen weg wie „warme Semmeln“. Die Galeristin Diana Achtzig beschreibt die Bilder und den Erfolg McWilliams folgendermaßen: „Seine Ölbilder berühren die Menschen. Sie sprechen unmittelbar an, obwohl sie Alltägliches zeigen, wie zum Beispiel kleine Jungen, die mit Booten spielen. Die emotionale Spannbreite dieser Bilder ist enorm hoch und gibt dem Betrachter die Möglichkeit, seinen momentanen Gemütszustand in ihnen zu spiegeln. Wer ein Bild von diesem Ausnahmekünstler erwerben will, hat schon jetzt mit langen Wartezeiten zu rechnen. Die Bilder sind meist schon verkauft, bevor sie die deutsche Zollstelle passiert haben.“
Die Gewinnerin des 2. Platzes ist eine junge Vertreterin der Neuen Leipziger Schule: Carolin Wendel. Die Künstlerin Carolin Wendel kann leider nicht den 2. Platz als Preis annehmen, da Sie bereits anderweitig terminlich gebunden ist. Somit rutschen alle weiteren Teilnehmer einen Platz nach vorne auf.
Die junge Südtiroler Künstlerin Sibylle Trafoier konnte sich mit ihren Werken den 3. Platz im Wettbewerb sichern. Auch sie ist mit zwei Werken auf der Ausstellung vertreten. Diese vielseitige Künstlerin, die unter anderem auch Journalismus und Psychologie studiert hat, verbildlicht in ihren Werken menschliche Seinszustände. Ihre Bildreihe „Ecce homo ludens“, aus der die zwei Werke stammen, verarbeitet historische Motive der christlichen Kunst vor dem Hintergrund der modernen Entwicklungspsychologie: In „Ecce homo ludens IV“ (Öl auf Leinwand, 120x100cm) begegnet der Betrachter einem kleinen Mädchen, das hier als Archetypus des spielenden Menschen, des „Homo ludens“ erscheint. Mit einer Mischung aus Faszination und Ekel beschäftigt sich das weißgekleidete Mädchenmit einem Tierkadaver. Der Spieltrieb, der hier als Grundzustand des Menschen erscheint wird hierbei außerhalb jeder Moral gesetzt: Der spielende Mensch ist weder gut noch böse.
Der 4. Platz geht an den Bildhauer Julien Viala, der in Deutschland und Frankreich aufgewachsen ist. Er wird mit drei Skulpturen (eine aus Bronze und zwei aus Polyurethan) die Ausstellung bereichern. Seine aktuellen Skulpturen beziehen eine große Aussagekraft aus der Spannung zwischen Organik und Technik, die sich auch in der Materialwahl widerspiegelt. Julien Vialas Skulpturen sind handwerklich von der klassischen Bildhauerkunst der Steinhauerei entfernt und wenden sich einem synthetischen Material zu. Das skulpturale Gerüst bilden Formen aus Polyurethan, über die durch Zufuhr von Hitze verformbare Polystyrolplatten gezogen werden: Es entstehen weniger klassische Skulpturen oder Plastiken aus Bronze, sondern vielmehr eine innovative Objektart. Durch die Stauchungen, Stülpungen und Faltungen des Materials entstehen organhafte Formen.
Die junge Wahlberlinerin Cori(na) Schubert erhielt für ihr Werk „landauf“ (mixed-media, 120x80 cm) den 5. Platz im Wettbewerb. Durch die Verwendung unterschiedlicher Materialien wie chinesische Kohle, Tusche, Ölkreide und Grafit erreicht das Bild eine ungeahnte Tiefe: Die Landschaft, die sich hier vor dem Auge des Betrachters entfaltet, ist streng abstrakt gestaltet und in dezenten Schwarz-Weiß-Grau-Tönen gehalten, in die sich nur am oberen rechten Rand ein Hauch von Ocker mischt, der wie die Sehnsucht selbst in diese traumartige Landschaft herüber weht. Die Künstlerin bildet hier eine Seelenlandschaft ab, die trotz der Dichte und Unruhe der Linienführung den Sehnsüchten des Betrachters eine jeweils individuelle Projektionsfläche bieten kann.
Den 6. Platz des Wettbewerbs belegt der ukrainische Maler und Grafiker Eduard Kulinicenko, dessen Werke bereits Einzug in Galerien und Privatsammlungen auf der ganzen Welt, von Japan bis Amerika, gehalten haben. Auch er wird mit zwei Werken auf der Ausstellung vertreten sein. Seine Bilder reflektieren inhaltlich das Leben der Menschen in der Großstadt. In dem Werk „Einsamkeit in einer Großstadt“ (Acryl auf Leinwand, 85,5 x 111,5 cm) verfolgt der Betrachter den Weg einer jungen Frau durch die Großstadt. Dabei verweisen die verwischten Konturen der weiblichen Figur und ihrer Umgebung auf die Schnelllebigkeit der großen Metropolen. Der Betrachter verfolgt den Weg der jungen Frau durch das bunte Treiben der Großstadt und hat an ihren flüchtigen Eindrücken teil, so zum Beispiel an den vorüberziehenden Schaufenstern. Die Tatsache, dass die junge Frau gesichtslos bleibt, während die Schaufensterpuppen den Betrachter frontal aus ihren unbeweglichen, aber klar erkennbar gezeichneten Gesichtern heraus anschauen, illustriert die Gefahr der Anonymität, die jede Metropole in sich trägt. Die Menschen drohen zum bloßen ästhetischen Beiwerk der imposanten Städte degradiert zu werden. Die Großstadt mit ihrer architektonischen und überbordenden gegenständlichen Fülle beherrscht den Menschen und macht ihn zum einsamen Wanderer.
Der 7. Platz des Kunstwettbewerbs geht an die italienische Fotografin Valeria Scrilatti, die in Florenz die Möglichkeiten moderner Fotografie studiert hat. Ihr Foto „LandEscape“ (100 x 100 cm) stellt ein einzigartiges Unterfangen dar, eine Brücke zwischen den äußeren, uns umgebenden, Wirklichkeiten und unserer inneren Wirklichkeit herzustellen, wobei die äußere Wirklichkeit als Projektions- bzw. Spiegelfläche der inneren dient. So werden ganz gewöhnliche Landschaften, ein nächtlicher Himmel mit Hochspannungsmasten und einem Haus, wie man sie wohl überall auf der Welt antreffen kann, zu einer Möglichkeit, sich selbst und diese Landschaft zu erleben. Für die Künstlerin, die ohne vorgefertigte Strukturen auf die sie umgebende Welt blicken möchte, ist das Erleben von Landschaften immer und überall möglich: Die Grenze zwischen Innen und Außen, zwischen intimem individuellen Erleben und bloßem Wahrnehmen bzw. Erkennen ist immer fließend: Wir müssen nur neugierig und lustvoll auf die uns umgebenden Landschaften blicken, um mit ihnen in einen Dialog zu treten und diese Landschaften, die vielleicht vom Standpunkt der bloßen Wahrnehmung aus als gewöhnlich zu bezeichnen wäre, in ein ganz besonderes Erlebnis zu verwandeln, das im Kern individuell ist und an die persönliche Historie eines jeden Menschen anknüpft.
Die sehr vielseitige deutsche Künstlerin Tanja Scheithauer, die ihre künstlerische Laufbahn in der Modebranche begann, hat sich mit ihren Werken den 8. Platz des Wettbewerbs sichern können. Von ihr werden zwei sehr unterschiedliche Werke in der Ausstellung zu sehen sein, die die Vielseitigkeit dieser Künstlerin illustrieren. Ihre Werke kreisen meist um das Thema der Großstadt und zeugen von der großen Faszination der Künstlerin mit der gewaltigen Architektonik, die heutige Metropolen ausmacht. Dabei oszillieren ihre Werke des großstädtischen Lebens immer zwischen einem Gefühl der Faszination, der endlosen Weite, so zum Beispiel angesichts der Wolkenkratzer, die tatsächlich den Himmel für sich zu erobern scheinen, und einem Gefühl der Beklemmung angesichts dieser endlosen Fassaden, zwischen denen der einzelne Mensch zum Statisten degradiert wird und deren glatte Fronten nichts von dem preisgeben, was hinter bzw. unter ihren Skeletten vorgeht. Was tun die Menschen hinter diesen Fassaden: Arbeiten, träumen, Geheimnisse hüten?! Und immer wieder begegnet der Betrachter auch dem Thema der Anonymität des modernen Großstadtmenschen, so zum Beispiel in dem Werk „beware!“ (Öl auf Leinwand, 200 x 150 cm), in dem die Menschen an den unteren Bildrand verdrängt erscheinen und als Ausdruck ihrer Angepasstheit identische Sonnenbrillen tragen. Das Stillleben „4 Tartlets“ (50 x 50 x 4 cm) wiederum beweist die Vielseitigkeit dieser außergewöhnlichen Künstlerin: Hier geht es nicht um die Bewegtheit der Großstadt, sondern vor einem Hintergrund spiegelnder Flächen werden hier festlich angerichtete Törtchen präsentiert, die mit einer Detailfülle wiedergegeben werden, die fast an Besessenheit grenzt.
Der 9. Platz des Wettbewerbs ging an den Installations- und Videokünstler Ralf Kopp, der sich selbst als ein „Kind der Medien“ beschreibt und auch erst auf dem Umweg über diese, nämlich über die Werbebranche, zu seiner Tätigkeit als freischaffender Künstler gefunden hat. Er wird mit einem Video- und einem Installationswerk auf der Ausstellung vertreten sein. Die Installation „Konservat 1-9“ (ca. 200 x 90 cm) versinnbildlicht das typisch menschliche Verlangen, einen Teil seines Lebens und seiner Geschichte zu konservieren. In Einmachgläser wohlverpackt begegnet der Betrachter hier den Stationen der Begegnung zwischen dem Menschen Ralf Kopp und dem Medium Fernsehen. Kopp selber sagt, dass ihn das Fernsehen sein Leben lang begleitet habe. So entstand eine intime Beziehung zwischen dem Fernsehen und ihm und jede Veränderung, die das Medium Fernsehen durchlief, musste Kopp als eine von außen gesteuerte Veränderung in und an ihm selbst erfahren: Es sind diese verlorenen TV-Minuten, die Kopp in seiner Kunst zu konservieren sucht. Das Video „Die Leiden des jungen J. 2“ zeigt das klassische christliche Leidenssymbol in einer postmodernen Übersetzung: Auf sechs 27-Zoll-Monitoren, die wie ein großes Kreuz angeordnet sind, sieht man einen menschlichen Körper in Teilen. Das Zappeln der Zehen und Finger verdeutlicht, dass man unzweifelhaft einem Akt des Leidens beiwohnt. Hier wird die Zerlegung eines menschlichen Körpers auf das Grausamste dokumentiert und die traditionelle Leidensgeschichte Christi erfährt eine Übersetzung in ein der multimedialen Neuzeit gemäßes Format.
Der Berliner Grafiker, Zeichner und Maler Thomas Bühler besetzt den 10. Platz im Wettbewerb. Mit seinem Werk „Wohin des Weges“ (Tusche mit Feder und Pinsel, weiß gehöht, 53 x 26,5 cm) konnte er die Jury überzeugen. Seine Werke sind durchgängig in Erdtönen gehalten und beschäftigen sich mit dem Fantastischen und Mythischen. Dem Betrachter seiner Bildwelten begegnen Engel, Zyklopen oder Schlangen, die vor einer fantastischen, oft ins Groteske übersteigerten Welt agieren. In dem Werk „Wohin des Weges“ bildet ein männlicher Kopf das Zentrum des Bildes. Am unteren Rand nimmt man ein Kind wahr, das bizzarrerweise eine Soldaten in einer Art von Geschirr vor sich herführt. Von dem Soldaten ist nur der Oberkörper sichtbar, da er sich durch eine Art von Gewässer zu dem Männerkopf zu bewegen scheint. Die groteske Übersteigerung erreicht ihren Gipfel in der Treppe, die direkt in den Kopf des Mannes führt und die von dem Kind-Soldaten-Gespann angesteuert wird. Unschwer zu erkennen ist, dass der Mann leidend ist: Er scheint zu weinen und sein Gesicht ist traurig und ausdruckslos. Die Tatsache, dass der Kopf des Mannes noch gedoppelt erscheint und an den oberen Bereich seines Kopfes weitere menschliche Gestalten anschließen, die aber zum oberen Bildrand hin in einer amorphen Masse unendlichen Leidens verschmelzen, macht diesen Männerkopf zum Sinnbild menschlichen Leidens schlechthin. Möglich wäre eine Lesart des Werkes als Sinnbild der Unmenschlichkeit des Krieges, der zwar von Soldaten ausgeübt wird, hinter dem aber als lenkende Kraft die spielerische Willkür, hier in der Gestalt des Kindes symbolisiert, steht.
Die lettische Künstlerin und studierte Pädagogin Tatjana Mihailova konnte mit ihrem Gemälde „Innen Außen Erinnerungen“ (Ölfarben und Kohle auf Leinwand, 80 x 100 cm) den 11. Platz des Wettbewerbs belegen. Im Zentrum der Bildwelten Mihailovas steht das Gefühlsleben des Menschen. Ihre Werke leben von der Vermischung von Innen und Außen und der Kraft der menschlichen Erinnerung. Auffällig ist der Kontrast zwischen grell-bunten und schwarz-weißen Elementen. Mihailova ist eine bekennende Darstellerin der menschlichen Natur, die unter Zuhilfenahme verschiedener Techniken immer wieder den Versuch wagt, das Innenleben des modernen Menschen zu visualisieren, zu dokumentieren und zu illustrieren. Die bunten Elemente stehen für die Emotionen des Menschen, seine Gefühle, Gedanken, Ängste, Fantasien, Erinnerungen und Träume. Dieser Bereich, das Innenleben des Menschen, in dem vollkommen disparate Inhalte nebeneinander stehen können, zeichnet sich durch eine große Realitätsferne aus. Das menschliche Umfeld, sein „Außenleben“ bestehend aus der Umwelt, der Natur und Kultur, der Gesellschaft und ihrer Traditionen, ist durch einen realistischen Stil geprägt: Erst das Abbilden dieser beiden Bereiche des menschlichen Seins kann ein Bild von dem geben, was den Menschen als ganzheitliches Wesen ausmacht.
Der 12. Platz des Kunstwettbewerbs ging an den Bayerischen Maler Joachim Weissenberger und sein Gemälde „Blauer Esel“ (Öl auf Leinwand, 60 x 80 cm). Das Bild erzählt in kräftigen fröhlichen Farben die Geschichte eines blauen Esels, der in einem Stadion steht, das von einer Häuserzeile umgeben ist. Es ist Nacht. Auffällig ist der Lichteinfall, denn die Lichtquelle bleibt verborgen: Das Licht scheint gleichsam von außerhalb auf die Szenerie. Die gegenständlichen Inhalte des Bildes sind in Türkis- und Gelbtönen gehalten, die Schatten hingegen in einem kühleren Grün-Blau. Das Bild hat etwas Unmittelbares und nimmt den Betrachter sofort durch seine überbordende Lebendigkeit gefangen. Der Künstler selbst beschreibt es als „Traumbild“, das er genauso umgesetzt hätte, wie er es empfangen hätte. So erinnert das Bild an die kreativen Versuche der Surrealisten und ihre Technik der „écriture automatique“, die durch die spontane und unmittelbare Umsetzung von Traumbildern eine Darstellung des Unbewussten erreichen wollte.
Die Ausstellung zum Kunstwettbewerb 2010 wird mit einer Vernissage und Preisverleihung am 11. März 2011 um 19 Uhr in der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst in der Brunnenstraße 150 in 10115 Berlin eröffnet.
Die Ausstellung selbst ist für Kunstinteressierte vom 12. März bis zum 09. April 2011 geöffnet.
Die Gewinner der drei Arbeitsstipendien des Kunstwettbewerbs 2010 werden noch bekannt gegeben.
06.02.2011 - »Kunstwettbewerb 2010«
Die Gewinner des Kunstwettbewerbs 2010
Die Ausstellung vom Kunstwettbewerb 2010 wird mit einer Vernissage und Preisverleihung am 11.03.2011 um 19:00 Uhr in der Achtzig-Galerie stattfinden. Der Aufbau der Ausstellung beginnt am 10.03.11 um 11:00 Uhr. Hierzu hat sich die Jury entschieden 12 Künstler in einer Gruppenausstellung (12.03.11 - 09.04.11) der Öffentlichkeit zu präsentieren. Zur Gruppenausstellung des Kunstwettbewerbs 2010 laden wir alle Teilnehmer und Kunstinteressierte in die Achtzig-Galerie ein.
Die Gewinner können sich per Mail (diana.achtzig@googlemail.com) oder Telefon unter: Mobil 0178 44 82 99 7 melden um die Termine für die Ausstellung abzustimmen.
Die Vergabe der drei Arbeitsstipendien wird am 20.02.2011 bekannt gegeben!
Die Jury des Kunstwettbewerbs 2010 besteht wie folgt aus den Kunstsammlern: Antonio Grausini (Italien), Marc Schyrkov (Russische Föderation), Frank Lübeckso (Belgien), Tamara Virkow (Ukraine), Gerry Schönthaler (USA) und der Galeristin Diana Achtzig (Deutschland).
Jetzt können die Ergebnisse besichtigt werden!
11.02.2011 - »Zukunftsbilder«
Die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst stellt im Monat Februar starke Frauen in den Mittelpunkt ihres Schaffens und zeigt in der reinen Frauenausstellung „Zukunftsbilder“ die Visionen zukünftiger Lebenswelten junger europäischer Künstlerinnen. Gezeigt werden Gemälde von Katalin Jakob (Fläsch, Schweiz), Renate Meißner (Potsdam), Dorothea Weise (Berlin) sowie Diana Achtzig (Berlin).
Die Beschäftigung mit der Zukunft, die künstlerische Umsetzung von Ängsten und Träumen und natürlich der Wunsch, zukünftige Geschehnisse schon vor ihrer realen Gestaltwerdung zu ergründen haben Künstler-/Innen aus allen Epochen und in allen Teilen der Erde schon immer fasziniert. Das Besondere an dieser Ausstellung ist die Konzentration auf eine weibliche Sicht unserer Zukunft und damit stellt schon das Ausstellungskonzept an sich die provokante These auf: Den Frauen gehört die Zukunft!
Die Schweizerin Katalin Jakob ist mit ihrem Zyklus „Lebensader 1-4“ (Acrylmischtechnik auf Leinwand, 2010) in dieser Ausstellung vertreten. Ihre stets quadratischen Werke leben von der kontrastreichen Farbgebung und der starken Bewegtheit der Striche. Alle vier Werke zeigen eine weiß-rote Ader vor einem dunklen, blau-lila-grau-schwarzen Grund. Diese Ader erhält ihre punlsierende Lebendigkeit und Kraft einerseits aus der Diaparität der Farben, andererseits aus der Linienführung selbst: Die Lebensadern, die dem Betrachter hier grellrot entgegenleuchten, tragen alle die Umrisse einer geflügelten menschlichen Figur. Der Betrachter fühlt, das hier eine Reise, die „Reise Zukunft“, von ungewissem Ausgang dargestellt wird. Die blutrote Farbe verweist auf Gewalt und Schmerz; und dieser Eindruck korrespondiert mit dem Aufreißen des ruhigen Hintergrunds durch die geflügelte Figur. Die Zukunft erscheint so als ein Riss in menschlichen Biografien und/oder Gesellschaften, der diese zu zerstören, Lebens- und/oder Gesellschaftsentwürfe nichtig zu machen vermag. Auch Anklänge an die antike griechische Tragödie mit ihrem Muster von Aufbruch, Freiheit und schmerzhaftem Scheitern sind denkbar, wenn man in den geflügelten menschlichen Figuren den Archetypus der menschlichen Suche nach Freiheit und ihrem unausweichlichen Scheitern erkennen will: Ikarus. Gleichzeitig verweist der Titel, ebenso wie die hier immer wieder porträtierte Idee des Fliegens, die die nie endende Suche des Menschen nach Freiheit symbolisiert, auch auf die Möglichkeit eines immerwährenden Neubeginns – eines ewigen Kreislaufs, in dem Begriffe wie Geschichte, Zukunft und auch Vergangenheit als willkürliche Bezugspunkte hinfällig würden.
Die Brandenburger Künstlerin Renate Meißner lässt sich stets von aktuellen Themen inspirieren, die immer neu, eigenwillig und höchst kreativ interpretiert werden. Ihre Werke kommen sehr farbenfroh und kraftvoll daher und thematisieren Gemüts- oder auch Krankheitszustände der menschlichen Gesellschaft und des einzelnen Individuums. Sie handeln von Einsamkeit, Liebe oder Schmerz und bilden so Momentaufnahmen des komplexen menschlichen Seelenlebens. Ihre Bildwelten stellen diese menschlichen Empfindungen als anthropologische Konstanten dar, die den Menschen zu dem machen, was er ist und somit zeitlos sind: Die Gültigkeit dieser Seelenzustände besteht daher jenseits eines jeden Raum- oder Zeitbegriffs und somit auch jenseits aller Begrifflichkeiten wie Gegenwart oder Zukunft. Mit der Aufnahme Renate Meißners in diese Ausstellung löst die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst auch ihr Versprechen ein, nicht nur allgemein junge Nachwuchskünstler/-Innen zu fördern, sondern auch ein besonders großes Augenmerk auf das Ausstellen von Künstlern/-Innen aus dem Brandenburger Raum zu legen.
Dorothea Weise hat sowohl in Berlin als auch in Frankreich gelebt, gearbeitet und studiert. An der UdK in Berlin war sie die Schülerin von Geccelli, Armando und Ikemura. Als „Artiste Invitée“ studierte sie in Paris an der Ecole des Beaux Arts und war Teil international gefeierter Kunstprojekte wie der „Europe Factory“. Ihre Bildwelten spiegeln die Vielfältigkeit ihrer Vita beeindruckend wider und lassen eine tiefe Verwandtschaft zum veristischen Surrealismus erkennen. Ihre Bilder zeigen vorwiegend weibliche Figuren, Frauen und Mädchen, die in einem apokalyptischen Szenario zurechtkommen müssen. Naturgewalten und auch menschliche Gewalt sind immer präsent, wie es die nackten, aber bewaffneten Frauen und Mädchen in „Und schon wieder hat niemand an meinen Geburtstag gedacht“ (Öl auf Leinwand) oder die Feuerwolke in „Sternrußtau“ (Öl auf Leinwand), deren Ursprung unbestimmbar bleibt, deutlich machen. Die Landschaften erscheinen weitestgehend intakt und die Frauen und Mädchen scheinen trotz ihrer Bewaffnung in einer Art von „groteskem Einklang“ mit der Natur zu leben. Die vermeintliche Verletzlichkeit der meist nackten, zum Teil verwundeten Frauen, bildet einen bizarren Kontrast zu ihrer Bewaffnung und ihrer klaren Beherrschung des Szenarios. Das männliche Prinzip erscheint hier gänzlich an den Rand gedrängt: Das männliche Geschlecht erscheint, wenn überhaupt, dann als Knabe, also vor der Mannwerdung, und lässt, im Gegensatz zu den weiblichen Figuren, keinerlei Aktivität erkennen, sondern bildet nur den Zuschauer am Rande der weiblichen „Aktionsbühne Zukunft“.
Auch die Bildwelten der Galeristin und Künstlerin Diana Achtzig zeigen deutliche Anklänge an den veristischen Surrealismus. Ihr Werk „Fliegen mit Zukunftstechnik“ (Öl auf Leinwand) kreist wie so viele ihrer Werke um das Thema Fliegen und die damit verbundene Idee der Freiheit. Ihre Bildwelten sind stets gegenständlich, doch erscheinen die Gegenstände ihres ursprünglichen Sinnes beraubt und gehen neue semantische Verbindungen ein, die mitunter schockierend, in jedem Fall aber fremdartig und irritierend auf den Betrachter wirken. Gerade diese Verbindung von Disparatem und die Negierung gewohnter Seinszusammenhänge binden ihre Werke an den veristischen Surrealismus. Die Nähmaschinen, die in dem Werk „Fliegen mit Zukunftstechnik“ die menschlichen Figuren umschwirren, porträtieren den Siegeszug der Maschinen, der mit der industriellen Revolution in Europa begann. Die Nähmaschine als eines der ersten Massenprodukte des Konsumzeitalters erscheint hier als Symbol des technischen Fortschritts, des damit einhergehenden wirtschaftlichen Wandels und der mit der Technisierung des menschlichen Lebens einhergehenden neuen Freiheiten. Die Nähmaschine porträtiert dabei insbesondere die berufliche und wirtschaftliche Unabhängigkeit der Frau, die nun, wie etwa Margarete Steiff als wohl prominentestes Beispiel, ihren Lebensunterhalt selbst erwirtschaften und ihre Unabhängigkeit unter Beweis stellen kann. So proträtiert die Künstlerin hier Zukunft als ein technisches Fortschreiten, das Flügel verleiht und Freiheiten ermöglicht, andererseits aber auch immer ein Moment der Gefährdung für den Menschen in sich trägt: Er könnte abstürzen oder aber die fliegenden Maschinen könnten den Menschen überflügeln, sich verselbstständigen und ihre Erfinder eines Tages unterjochen.
Die Vernissage zur Ausstellung „Zukunftsbilder“ findet am 11.02.2011 um 19:00 in den Räumen der Berliner Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst in der Brunnenstraße 150 in 10115 Berlin statt. Die Ausstellung selbst ist für Kunstinteressierte vom 12. Februar bis 5. März 2011 geöffnet.
Neben der Förderung von Künstlern/-Innen aus dem Raum Brandenburg stellt die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst auch dieses Jahr wieder die Förderung junger europäischer Künstler/-Innen, die bislang ohne Galerievertrag sind, in den Mittelpunkt ihres künstlerischen Engagements für die Berliner Kunstszene. Der Kunstwettbewerb 2011, der mit 8000€ dotiert ist, startet am 01. März 2011. Einsendeschluss ist der 31.12.2011. Die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst bedankt sich bei allen Sponsoren für die Unterstützung der Kunstwettbewerbe 2010 und 2011!
14.01.2011 - »Kalter Schauer«
Vernissage: „Kalter Schauer“ am 14.01.2011 um 19:00 Uhr
Ausstellung: 15.01.2011 - 05.01.2011
Die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst im Berliner Künstlerviertel rund um die Brunnenstraße startet mit einer außergewöhnlichen Ausstellung in das Kunstjahr 2011. Im Rahmen der Gruppenausstellung „Kalter Schauer“ werden die Werke junger europäischer Künstler/-Innen präsentiert, die ihre Sicht der Welt dieses Mal in die Farben des Grauens und Schauderns kleiden: Grau, Schwarz, Weiß und Rot charakterisieren diese kontrastreichen Szenarien. Mehr als einmal wird sich der Betrachter an die Welt der Kriminalfilme der 60er-Jahre und besonders an die Schlusssequenz des Intros der Edgar-Wallace-Verfilmungen erinnert fühlen, die in den eben diesen Farben die Gegenwart eines Toten postulierte: „Hier spricht Edgar Wallace“ – hieß es dort; eine schaurige Ankündigung angesichts der Tatsache, dass der Schriftsteller Edgar Wallace bereits 1932 verstorben war. In dieser Gruppenausstellung kommen nun die folgenden jungen Co-Stars der internationalen Kunstszene „zu Wort“: Die Schweizer Florian Froehlich und Matthias Merdan, die Österreicherin Karin Scheucher, der Potsdamer Mathias Melchert, die Baden-Württembergerin Sibylle Will sowie Petra Meyer aus Bad Homburg.
Die Abstraktion und Figuration auf höchstem Niveau verbindenden Bildwelten Karin Scheuchers entwerfen mit Hilfe einer nur scheinbar sehr einfachen Linienführung eine Welt des Grauens und der Gewalt vor den Augen des Betrachters. Die Figuren, die ihre Werke bevölkern, erscheinen blutverschmiert und sind entweder Produkt (wie zum Beispiel die junge blutverschmierte Frau in „Stigmata“) oder Auslöser (wie zum Beispiel die Figur in „Psychopath“) eines Gewaltrausches: Gewalt wird hier als eine alles beherrschende Kraft präsentiert, deren letzten Ursprung der Mensch nicht fassen kann und die, einmal losgebrochen, alles mit sich reißen kann.
Die Bildwelten Mathias Melcherts brillieren durch ihre Verbindung von Lack- und Acrylfarbe. Seine Formensprache ist streng geometrisch. Die Figuren (häufig Tierfiguren) bleiben immer noch gerade so für den Betrachter erkennbar und agieren stets vor einem einfarbigen und ungegenständlichen Hintergrund. Die Farbwahl und die strenge geometrische Formenführung erzeugen oft genug eine hintergründige, bis ins Schaurige reichende Stimmung: Die Bildwelten Mathias Melcherts sind in ihrer mitunter in der völligen Dekonstruktion des Gegenständlichen aufgehenden Abstraktheit sehr fantasiereich, aber auch immer mysteriös und unheimlich, denn die Welt, die hier zur Darstellung gelangt, konfrontiert den Betrachter mit einer Wirklichkeit, die jenseits der eigenen lauert, bereit, diese zu unterminieren und umzustoßen.
Technisch höchst innovativ präsentieren sich die Werke des Schweizer Künstlers Matthias Merdan in ihrer Verwendung von sehr heterogenen und ungewöhnlichen Werkstoffen wie Bitumen und Aluminium. Eine bestechend klare Linienführung erstreckt sich vor einem abstrakten Raum. Die überwiegend grau-weiße Farbgebung strahlt immer eine gewisse Kühle und Sterilität aus, die dann nahezu gewaltsam durch schwarze oder blutrote Elemente durchbrochen wird. Die Widersprüchlichkeit, die seine Werke auf der technischen Ebene durch Farb- und Materialwahl propagieren, wird auch auf der inhaltlichen Ebene fortgeführt: Wie das Bild „Chaosmaster 3“ zeigen sie die Widersprüchlichkeit menschlichen Selbstverständnis und offenbaren, wie verwundbar unsere Lebensentwürfe, Handlungen und Biografien sind. Der Mensch erliegt einer, mitunter sehr grausamen, Illusion, wenn er an die Rationalität und Planbarkeit seines Lebens und Handelns glaubt: So wie es im wahren Wortsinne keinen „Chaosmaster“ geben kann, so können wir alle immer und zu jeder Zeit zum Opfer des allem unterliegenden chaotischen Prinzips werden, das uns in unseren Planungen scheitern lässt und in erbarmungsloser Offenheit die Irrationalität der menschlichen Existenz offenbar werden lässt.
Die Bildwelten und Plexiglasarbeiten des Schweizer Künstlers Florian Froehlich operieren immer mit Räumen und Figuren. Menschenartige Wesen bevölkern seine Arbeiten, die meist in Gruppen, als Teil einer dynamischen, aber amorphen Masse auftreten. Doch selbst dort, wo eine Figur einzeln erscheint, trägt sie keine individuellen Züge, sodass letztlich immer wieder der Konflikt von Individuum und Masse inszeniert wird. Und auch wenn Figuren und Formen seiner Werke abstrakt gehalten sind, kehrt der Wirklichkeitsbezug in der Wahl der technischen Mittel zurück: Kunst wird bei Florian Froehlich zum sinnlichen Erlebnis, wenn seine gemalten Bilder durch Skulpturelemente ergänzt werden (z.B. aus Papier-mâché) und so im wahrsten Sinne „fühlbar“ werden. Die so gewonnene Dreidimensionalität seiner Werke lässt die Grenzen von Kunstwerk und Betrachter verschwimmen und ermöglicht dem Betrachter so ein unmittelbares, Körper und Geist vereinendes Rezeptionserlebnis.
Die Bilder Petra Meyers erzeugen ihren ganz eigenen Ausdruck durch die stringente Verwendung geometrischer Elementarformen. Der Grundton ihrer Werke ist geheimnisvoll und bedrohlich, wie zum Beispiel in den Bildern „Das 13. Fenster“ oder „Die Verrätertür“. Vertraute Alltagsgegenstände werden hier zum inhaltlichen Zentrum; durch die Strenge der geometrischen Formensprache jedoch erscheinen sie gleichzeitig äußerst verfremdet. Die Farbwahl ist einfach – graue und weiße Formen rahmen leuchtend rote Flächen ein – doch verstärkt diese rigide Farbgebung den sehr plastischen Eindruck der Werke: Es entsteht eine scheinbar unendliche räumliche Tiefe durchbrochen von labyrinthartigen Strukturen. Hinter diesen labyrinthartigen Strukturen und klar dimensionierten Flächen aber lauert das Abgründige und Geheimnisvolle und der Betrachter fühlt sich unmittelbar daran erinnert, wie viele Schauer es einem über den Rücken jagt, wenn man eine unbekannte Tür öffnet und trotz aller Rationalität, auch als Erwachsener noch, der kindlichen Furcht erliegt, dass etwas Monströses dahinter lauern könnte, etwas Unfassbares, das uns unserer vertrauten Welt entreißen könnte.
Die Baden-Württembergerin Sibylle Will inszeniert in ihren Werken die Bedrohung des Weiblichen. Ihre Bilder porträtieren Frauen, manchmal nur deren Gesichter, manchmal die ganzen Körper. Die Frauen erscheinen hier als Sinnbilder von Leid und Schmerz, was auch die schwarz-weiß-rote Farbgebung unterstreicht. Die Körper der Frauen sind nackt und die Körperhaltung ist unnatürlich. Auch wirken die Frauen sehr schmal und haben keine weiblichen Rundungen, so dass man eher meint, die Körper kleiner Mädchen vor sich zu haben. Die Arme sind streng am Körper anliegend, was die Handlungsunfähigkeit und Unfreiheit der Figuren verdeutlicht. Die sehr groß gezeichneten Augen der Mädchen-Frauen dienen hier als einziges klassisches Merkmal für Weiblichkeit, doch ist ihr Blick stets leer oder die Augen erscheinen als schwarze Höhlen, wodurch dieses klassische weibliche Schönheitsideal gleich wieder umkehrt wird. Die hier gezeigten Mädchen-Frauen erscheinen als Opfer grausamer Gewalttaten, deren Ursprung hier nicht abgebildet ist. Doch an einem lässt die Malerin keinen Zweifel: Was sie hier abbildet, ist die Grundsituation weiblichen Seins in einer vielleicht nicht mehr männerdominierten, aber doch immer noch männerorientierten Gesellschaft: Ihre Mädchen-Frauen sind alle „Randfiguren“ (so heißt denn auch eine ihrer Porträtserien), d.h. sie sind niemals der Mittelpunkt, sondern immer ein Verdrängtes, Verletztes und Unterdrücktes.
Die Vernissage zur Ausstellung „Kalter Schauer“ findet am 14.01.2011 um 19:00 in den Räumen der Berliner Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst in der Brunnenstraße 150 in 10115 Berlin statt. Die Ausstellung selbst ist für Kunstinteressierte vom 15. Januar bis 5. Februar 2011 geöffnet.
10.12.2010 - »Zeitgenössische Kunst«
Vernissage: 10.12.2010 um 19:00 Uhr
Gruppenausstellung: 11.12.2010 - 08.01.2011
Bei der neuen Ausstellung „Zeitgenössische Kunst“ der Berliner Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst ist der Titel Programm. Gezeigt werden Ölbilder und Skulpturen junger zeitgenössischer Künstler/Innen, die aufgrund der thematischen und technischen Vielfältigkeit ihrer Werke zu Recht als die Vertreter der zeitgenössischen Kunst gewertet werden können. So reflektieren die Bilder und Skulpturen Dorothea Weises (Berlin Steglitz), Sonja Tines`(München), Holger Friedrichs (Berlin), Matthias Merdans (Zürich), Marita Wiemers (Ludwigsfelde/Jütchendorf), Ellen Wolters (Berlin), Nils Frankes (Neue Leipziger Schule) und Diana Achtzigs (Berlin) in gewohnt hoher künstlerischer Manier die Themen, die die junge zeitgenössische Kunstszene bewegen.
In den Bildwelten Dorothea Weises spiegelt sich die Heterogenität unserer Zeit. Immer wieder spürt die Künstlerin kleinen Details nach, die sie zu großen Geschichten führen. Diese Geschichten variieren Grundthemen der menschlichen Existenz: Es geht um Schuld und Unschuld, um Gut und Böse, doch erscheinen diese Dichotomien beständig im Wandel begriffen und führen dem Betrachter so die Fehlerhaftigkeit solcher Begrifflichkeiten im 21. Jahrhundert vor Augen. Ihre Bilder erzählen Geschichten, die märchenhaft sind, ja mitunter in die Tiefen alter oder auch neuer Mythen hinabtauchen, wie zum Beispiel in dem Werk „Auch das Opfer der Engel konnte die Sonne nicht zur Umkehr bewegen“ (Öl auf Leinwand, 180 x 230 cm, 2010). Der Grundton ihrer Werke ist eine alles verzehrende Traurigkeit, trotz der mitunter gewollt kitschigen Farbwahl. Der Betrachter begegnet hier der eindringlichen Weltsicht einer jungen Künstlerin, die von sich selber sagt „Ich persönlich kann mir ein glückliches Ende für die meisten meiner Geschichten nicht vorstellen“.
Es sind stets weibliche Figuren, die die Bildwelten der Künstlerin Sonja Tines`beherrschen: Dunkelhaarige Schönheiten, die den Betrachter als erotischer Vamp (“Ask the right question”, 120 x 160 cm, Öl auf Leinwand, 2010) fesseln oder als unschuldiger Engel („Between not yet and not longer” 90 x 140 cm, Öl auf Leinwand, 2010) verzaubern. Das weibliche Individuum wird dem Betrachter so in all seiner emotionalen Tiefe vor Augen geführt, mal traurig, mal geil. Phallussymbole als Hinweise auf mögliche (sexuelle) männliche Machtansprüchen in dieser Frauenwelt erscheinen immer an den Rand der meist düster gehaltenen Szenarien gedrängt. Das weibliche Prinzip erscheint hier allumfassend: Gut und Böse, Macht und Ohnmacht, Unschuld und Verderbtheit können die Frauenfiguren Sonja Tines transportieren.
Wie die endlose Zelebrierung einer widerborstigen Wirklichkeit muten die Werke des Grafikers und Malers Holger Friedrich an. Seine Bildwelten reihen Objekt um Objekt aneinander und konfrontieren den Betrachter mit einer wilden Gegenständlichkeit, die oft genug die Grenzen des Bildes zu sprengen scheint. Menschliche Grundthemen wie Sexualität, Angst, Gefahr und Verführung werden in neue experimentelle Ausdrucksformen gegossen; klassische Hierarchien werden in diesen bildgewaltigen Erzählungen nur abgebildet, um dann umso gewalttätiger wieder dekonstruiert zu werden.
Die Acrylbilder des Schweizer Künstlers Matthias Merdan verorten moderne Themen in ungegenständlichen Welten, die stets durch eine abstrakte Räumlichkeit und klare Formensprache charakterisiert sind. Der Grundton seiner Werke ist kühl; in das stets grau-weiß gehaltene Design mischt sich ein sparsames Schwarz. Thematisch kreisen seine Bildwelten um die Irrationalität von Biografien, um das Gelingen oder Scheitern menschlicher Aktionsräume und umspannen somit die ganze Vielfalt der menschlichen Gefühlswelt. Einzigartig ist die Materialwahl dieses außergewöhnlichen Künstlers, der die unterschiedlichsten Werkstoffe (Aluminium, Bitumen, Acryl und Fiberglas) in den künstlerischen Schaffensprozess mit einbezieht.
Das Hauptaugenmerk der Bildwelten Marita Wiemers liegt auf dem gekonnten Spiel mit Farbigkeit. All ihre grafischen Werke sind rein ungegenständlich und widersetzen sich immer wieder dem Diktat des Figurativen. Es ist stets eine handwerkliche Hand, die hier schaffend tätig wird und mit einem hohen Grad an Expressivität und Spielfreude die Tiefen von Farben und Strukturen nachfühlt. So erreicht Marita Wiemers im Umgang mit dem Linoldruck und der Spachteltechnik eine beeindruckende Meisterschaft. Inhaltlich geht es immer den Ausdruck individueller Emotionen, die den Schaffensprozess lenken und Malerin und Betrachter mit auf eine sinnliche und spirituelle Reise nehmen. Daher tragen ihre Werke auch keine Titel, sondern lassen die bis zum künstlerischen Schöpfungsakt ungeformten Fantasien die Strukturen dieser außergewöhnlichen Bildwelten diktieren.
Die Werke Nils Frankes bestechen durch ihren Hang zur Abbildhaftigkeit: Seine Sujetwahl mutet mitunter skurril an: Es finden sich Porträts von niederen Tieren, die nahezu zwanghaft detailgetreu sind. So begegnet der Betrachter in dem Werk „Tigerschnegel“ dem fotohaften Abbild einer Nacktschneckenart („Tigerschnegel“, 60 x 140 cm, Öl auf Leinwand, 2009). Diese Auswahl scheinbar unbedeutender Kleinigkeiten durch den Künstler, die einer semantischen Überhöhung des Gegenstandes entspricht, betont das trügerische Moment menschlicher Wertevorstellungen: An den Rand des gesellschaftlichen Bewusstseins verdrängte Details oder Lebewesen kehren in das Zentrum der Aufmerksamkeit zurück, von dem aus sie den Betrachter unverblümt anstarren, und so die Brüchigkeit klassischer Wertesysteme und gesellschaftlicher Konsense aufzeigen.
Die Werke Ellen Wolters rekurrieren ganz unverhohlen auf die Farbauswahl und Technik Roy Lichtensteins und Andy Warhols und zitieren in ihrer überbordenden Lebendigkeit und Bunthaftigkeit die moderne Werbeindustrie. Wichtigstes Merkmal ihrer Werke aber ist die Verwendung verschiedener Schrifttypen, die auch wiederum als Teil eines Dialogs mit der Kunstgeschichte zu lesen sind. So haben zum Beispiel bereits in den zwanziger Jahren die amerikanischen Maler Stuart Davis („Odol“, 1924) oder Charles Demuth (z.B. „I Saw he Figure 5 in Gold“, 1928) Schrifttypen als zeitgenössische Zitate in ihren Werke eingebracht. Inhaltlich kreisen ihre Werke um Geschlechterfragen, um Macht und Ohnmacht (die Künstlerin Diana Achtzig stellt auch diese Fragen nach Macht und Ohnmacht in ihrer Bildwelt), um Schöpfen und Empfangen und illustrieren auf eine comichafte Weise das Werden der Frau vom Moment ihrer Schöpfung über ihre Degradierung zur beweglichen Habe des Mannes nach dem Sündenfall bis hin zu ihrem aktuellen Selbstentwurf.
Auch die Werke der Berliner Galeristin der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst selbst, Diana Achtzig, sind im Rahmen dieser eindrucksvollen Ausstellung zu bewundern. Ihre künstlerischen Wurzeln liegen eindeutig im veristischen Surrealismus. Beständig zitieren ihre Werke technisch und/oder auch inhaltlich die Kunstgeschichte. Diese Zitate aber werden inhaltlich durch das Aufgreifen aktueller Fragestellungen ergänzt, was Diana Achtzigs Werken eine enorme Relevanz verleiht und sie zu Zeugen unserer zeitgenössischen Wirklichkeit macht. Die Farbwahl ist stark expressiv und ihre Bildwelten erscheinen immer reich bevölkert: Die Figuren, die dem Betrachter hier begegnen sind stets gefährdete Existenzen, die sich kippelnd, schwankend oder fliegend immer am Rande eines Abgrunds bzw. der Abgründigkeit an sich bewegen. Ihre Existenz ist nie sicher, sondern gleicht einem beständigen Kampf ums nackte Überleben in einer Welt, die in einem endlosen Wirbel um Extreme wie Gier, Gewalt, Macht und Ohnmacht kreist.
Die Vernissage zur Ausstellung „Zeitgenössische Kunst“ findet am 10.12.2010 um 19 Uhr in der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst in der Brunnenstr. 150 in 10115 Berlin statt. Die Ausstellung selbst ist für Kunstinteressierte vom 11. Dezember 2010 bis zum 8. Januar 2011 geöffnet.
(In der Zeit vom 24. 12. 2010 bis zum 05.01.2011 befindet sich die Galerie in den Weihnachtsferien.)
12.11.2010 - »Radikale Kunsträume«
Vernissage: 12.11.2010 um 19:00 Uhr
Gruppenausstellung: 13.11.2010 - 04.12.2010
Am 12. November 2010 eröffnet die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst in Berlin mit ihrer neuen Gruppenausstellung „Radikale Kunst-Räume“ den Berliner Kunstwinter. Im Rahmen dieser Ausstellung werden Werke der jungen zeitgenössischen Künstler Maxim Karikh, Matthias Merdan, Mathias Melchert, Petra Meyer, Florian Froehlich sowie Ralf Bergner dem kunstinteressierten Publikum der Hauptstadt präsentiert.
Anders als der Titel der Ausstellung es auf den ersten Blick vermuten lässt, geht es in der neuen Ausstellung der jungen Achtzig-Galerie für zeitgenössische Kunst nicht um eine Fortsetzung der radikalen Malerei der 80er Jahre des 20 Jahrhunderts. Die hier ausgestellten Werke bestechen vielmehr dadurch, dass sie die Kategorie Raum radikal umgestalten, abstrakte, aber auch gegenständliche Raumgefüge inszenieren: Sie erschließen neue und radikale Kunst-Räume.
Mit diesem innovativen künstlerischen Anliegen bleibt die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst auch mit dieser Ausstellung ihrer Linie treu, den pulsierenden Berliner Kunstmarkt, auf dem sich die internationale junge Kunstszene drängelt, mit immer neuen wertvollen Impulsen zu bereichern.
So inszeniert Maxim Karikh (Ölbilder) das Thema Raum in seinen Werken in warmen Herbstfarben. Seine Bilder, zum Beispiel das Werk „Tisch“, zeigen karge menschenleere Räume, in denen bis ins Extrem-Gegenständliche verdichtete Einzelobjekte vor Wänden und auf Fußböden auftauchen, die in Farbwahl und –auftrag unbestimmt und flüchtig erscheinen. Besonders sein Gemälde „Tisch“ erinnert an die menschenleeren Raumgestaltungen Matthias Weischers, einem der bedeutendsten Vertreter der Neuen Leipziger Schule.
Die Künstlerin Petra Meyer (Ölbilder) erschafft in ihren abstrakt gehaltenen Bildwelten äußerst farbenfrohe Räume. Dabei verwendet sie geometrische Elementarformen, mit denen sie sich von der traditionellen Malerei der alten Meister absetzt und sich zu einer neuen Zeit mit eigenen Ausdrucksmöglichkeiten bekennt. Die Vielfalt und Strenge der geometrischen Formen verleiht den entstehenden Räumen etwas Mysteriöses und durch das Spiel mit Licht und Schatten entstehen sehr plastische Formen sowie eine große räumliche Tiefe: Immer haben ihre Bilder etwas Labyrinthartiges und bilden so die Suche des modernen Menschen nach Erkenntnis in einer unübersichtlich gewordenen Welt ab, in der nur scheinbar jedes Wissen verfügbar scheint. Das Gegenstandslose ihrer Malerei erinnert ebenso wie die Verwendung streng geometrischer Formen und gleichmäßig gestalteter Farbflächen an die Bildsprache der konstruktivistischen Maler, die bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die traditionelle Malerei ihrer Zeit mit eben diesen Mittel zu revolutionieren und vom Paradigma der Naturnachahmung zu befreien suchten.
Die abstrakten Tierwelten Mathias Melcherts (Bilder mit Lack und Acrylfarbe) basieren ebenfalls auf einer elementaren geometrischen Formensprache. Seine Tierfiguren sind immer gerade so noch erkennbar, oszillieren zwischen dem Gegenständlichen und dem Ungegenständlich-Abstrakten vor dem Hintergrund wilder Kunsträume. Durch seine geometrische Formensprache erschafft er völlig neue Wesen, gedacht, die Fantasie des Betrachters zu bevölkern. Der Raum, dem diese Fabelwesen entspringen, verharrt dabei immer im Ungegenständlichen.
Ähnlich den Werken Mathias Melcherts und Petra Meyers brillieren auch die stets eine abstrakte Räumlichkeit propagierenden Werke des Schweizers Matthias Merdan (Acrylbilder) durch ihre klare Formensprache. Äußerst radikal ist die Materialwahl des Künstlers, der Aluminium, Bitumen, Acryl und Fiberglas auf seine Leinwände bringt. Inhaltlich ringen seine Werke mit dem Menschen und seinen Möglichkeiten zu glauben. Es geht um die Irrationalität von Biografien, um das Gelingen oder Scheitern bestimmter Handlungssituationen wie zum Beispiel in dem Bild „Ikarus“. So kreisen seine Bildwelten um Freude und Schmerz und umspannen so die Vielfältigkeit des menschlichen Lebens und kreieren innovative Denk- und Kunsträume aus einer ganz eigenen Schweizer Perspektive.
Der junge Schweizer Künstler Florian Froehlich (Bilder und Skulpturen) behandelt in seinen Bildwelten und Plexiglasarbeiten den Menschen in der Stadt – in Stadträumen. Der Mensch erscheint hier immer als Teil eines sozialen Gefüges, einer Gruppe, und wird in all seinen soziologischen Facetten beleuchtet. Seine Plastiken operieren mit einer strengen geometrischen Formensprache, die aber nicht seine generelle Bildsprache ist, und faszinieren den Betrachter mit ihrer schwarz glänzenden Oberfläche ebenso wie mit ihrer phantastischen Darstellungsweise, vor deren Hintergrund menschenartige Wesen entstehen, die aus einer anderen Welt zu sein scheinen. Ihre raumübergreifende Wirkung fordert den Betrachter zu einer direkten Begegnung heraus. Seine Bildwelten bestechen vor allem durch die hoch artifiziell ausgewählten Farben, deren Wirkungsmöglichkeiten immer wieder neu erprobt werden.
Die Bildwelten des international bekannten Berliner Künstlers Ralf Bergner (Zeichnungen) muten skurril und witzig an. Die menschlichen Charaktere, denen wir hier begegnen und die sehr oft in ihrer sozialen Funktion abgebildet sind, so zum Beispiel in den Bildern „Die Nachtschwester“ oder „Der Perverse“, sind in karikaturistischer Manier gemalt. Sie bewegen sich vor Räumen, die realistisch und/oder abstrakt sein können und kämpfen sich durch ihr Dasein. So führt uns der Künstler auf charmant-witzige Weise vor, wie schwierig es sein kann, in der Welt zu bestehen. Die meist sehr rundlich gestalteten Figuren überwinden auf ihrem Daseinsweg mutig alle Hindernisse und erinnern in ihrer liebevoll gehaltenen Skurrilität ebenso wie in der sozialen Schärfe, mit der sie geschaffen wurden, stark an die Figuren des Berliner Altmeisters Heinrich Zille.
Die Vernissage zur Ausstellung „Radikale Kunst-Räume“ findet am 12. November 2010 um 19 Uhr in der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst in der Brunnenstr. 150 in 10115 Berlin statt. Die Ausstellung selbst ist für Kunstinteressierte vom 13. November bis zum 4. Dezember 2010 geöffnet. Es werden Ölbilder, Zeichnungen und Skulpturen gezeigt.
15.10.2010 - »Stadtlandschaften«
Vernissage: 15.10.2010 um 19:00 Uhr
Gruppenausstellung: 16.10.2010 - 06.11.2010
Mit der Gruppenausstellung „Stadtlandschaften“ startet die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst in Berlins Kunstherbst. Im Rahmen dieser Ausstellung präsentieren junge internationale Künstler ihre Sicht auf die Großstadt. Dabei ist der Titel „Stadtlandschaften“ nicht nur als Anspielung auf die geografische Größe einer Großstadt zu lesen, die ja meist im Prozess ihres Werdens verschiedene kleine Städte in sich vereint. Der Begriff „Stadtlandschaft“ ist hier vielmehr dem Vokabular der Landschaftsmalerei entlehnt und bezeichnet ein Sujet, das inhaltlich dem der Naturlandschaft entgegengesetzt ist: Es geht um die Sicht der Stadt als künstlich erschaffener Landschaft, als eine Form der Kulturlandschaft, die aus der Bearbeitung der Natur durch den Menschen entstanden ist.
Die Ausstellung Stadtlandschaften bietet alles, was das Herz des kunstliebenden Stadtschwärmers, des Flaneurs begehrt. Dabei steht nicht immer nur die Stadt Berlin oder eine andere konkrete Metropole im Zentrum: Entworfen wird ebenso oft das Sinnbild der Stadtlandschaft, ihr Archetyp.
Der Betrachter der Stadtlandschaften steht der brodelnden Großstadt Auge in Auge gegenüber und immer begegnet sie ihm als lebendiges Wesen. Der Widerspruch zwischen dem pulsierenden Leben der Großstadt, zum Beispiel in ihrem nächtlichen Lichterspiel, und ihrer kulturellen Natur, die sie als etwas vom Menschen Gemachtes ausweist, wird dabei ständig ausgehalten und künstlerisch neu formuliert. Immer wieder stellen sich die Bildwelten der jungen Künstler dabei auch den Grauzonen von Kultur und Natur und vollziehen die Nahtstellen zwischen Natur- und Stadtlandschaft gestalterisch nach. So wird auch das Schwinden der Naturlandschaft thematisiert, bedingt durch den beständig anwachsenden und immer im Wandel begriffenen künstlichen Organismus „Stadt“.
Die Künstlersichten Alexandra Badts (Den Haag) bestechen durch ihre überbordende Farbigkeit und vermeintliche Mühelosigkeit: Ihre Stadtausblicke entwerfen ein fröhlich-poetisches Bild der Millionenmetropole Berlin und anderer anonymer Großstädte. Der Betrachter kann sich in diesen Bildwelten, die vor Lebendigkeit und Spontaneität vibrieren, leicht verlieren. Alexandra Badt hat in Berlin an der Hochschule der Künste (UdK) in der Klasse bei Georg Baselitz, Daniel Richter und Valerie Favre studiert.
Die Stadtdarstellungen der Leverkusenerin Patrizia Schüller bestechen durch ihre obsessive Ungegenständlichkeit. Beeindruckend ist die immer wiederkehrende Inszenierung des Übergangs von der Natur- in die Stadtlandschaft und umgekehrt. So trifft der Betrachter zum Beispiel auf Gewässerlandschaften mit hohem Abstraktionsgrad, die an die Stadt grenzen oder zu ihr hinführen.
Matthias Merdan (Zürich) transponiert das Sujet der Stadtlandschaft in seinen Werken auch auf die materielle Ebene: So experimentiert er in seinen Bildwelten zum Beispiel mit dem aus der Destillation von Erdöl gewonnenen Gemisch Bitumen, das beim Asphaltieren als Bindemittel eingesetzt wird. Damit thematisieren seine abstrakten Bildwelten nicht nur die ökologische Bedrohung der Natur durch die Stadt allgemein, sondern stellen auch einen aktuellen Bezug zur Naturkatastrophe im Golf von Mexiko her. Der zweite Schweizer Florian Froehlich (Porrentruy) stellt den Mensch in der Stadtlandschaft in den Fokus seiner malerischen und plastischen Auseinandersetzung.
Die Stadtansichten des Malers und Grafikers Holger Friedrich (Berlin) entführen den Betrachter in surreal anmutende Bildwelten, die traumhaft und unwirklich erscheinen. Oftmals führt der Weg von seinen Bilderwelten den Betrachter ins eigene Ich – die Grenzen zwischen Innen und Außen verschwimmen, sodass seine Landschaften auch immer zur Begegnung mit der eigenen inneren Landschaft werden.
Auch die Bilder Sonja Tines` (München) knüpfen vielfach an surrealistische Darstellungsformen an, inszenieren diese jedoch komplett neu. Ihre farbenprächtigen Bilderwelten steigern den Ausdruck bis ins Fantastische und Irreale, so dass sich die Stadtlandschaft vor den Augen des Betrachters in eine Chiffre der menschlichen Seelenlandschaft verwandelt und auch hier Innen und Außen in einen intensiven Dialog treten.
Technisch komplettiert wird die Ausstellung durch die Skulpturen Peter Gragerts (Dresdner Schule), die in abstrakten Formen das Thema Stadtlandschaft inszenieren. In der verdichteten Gegenständlichkeit der Skulptur werden dem Thema Stadtlandschaft hier neue Spielräume eröffnet: Die Skulpturen Gragerts entwerfen trotz ihrer massiven Gegenständlichkeit einen freien offenen Raum der Bedeutungen, in den der Betrachter seine eigenen Vorstellungen projizieren kann.
Natürlich wird parallel zur Ausstellung Stadtlandschaften auch der mit 5000€ Preisgeld dotierte Kunstwettbewerb der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst weitergeführt. Noch bis zum 31. 12. 2010 können sich interessierte Künstler/Innen aus den Bereichen Malerei, Grafik, Illustration, Comic, Manga, Mixed Media, Foto, Skulptur, Installation, Film sowie der Darstellenden Kunst bewerben (http://achtzig-kunstwettbewerb.appspot.com).
Außerdem ist die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst auch auf der Internetplattform artnet in den Kategorien „Contemporary“, „Emerging Artists“ und „Modern“ vertreten (www.artnet.de/achtzig.html oder www.artnet.com/achtzig.html).
Die Vernissage zur Ausstellung „Stadtlandschaften“ findet am 15. Oktober 2010 von 19:00 bis 23:00 Uhr in der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst in der Brunnenstr. 150 in 10115 Berlin statt. Die Ausstellung selbst ist für Kunstinteressierte vom 16. Oktober bis zum 6. November 2010 geöffnet.
03.09.2010 - »Obsessive Malerei & neuer Zeitgeist«
Vernissage: 03.09.2010 um 19:00 Uhr
Gruppenausstellung: 04.09.2010 - 09.10.2010
Parallel zum art forum berlin, der internationalen Messe für Gegenwartskunst (07.10-10.10.2010), präsentiert auch die Berliner Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst (www.dianaachtzig.de) mit ihrer Gruppenausstellung Obsessive Malerei & neuer Zeitgeist den Einwohnern und Gästen der Hauptstadt ein weiteres Highlight dieses Kunstherbstes.
Der Titel der Ausstellung rekurriert auf die Karlsruher Kunstausstellung Obsessive Malerei. Ein Rückblick auf die Neuen Wilden (2003/04). Die „Neuen Wilden“ schlugen zu Beginn der 80er Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts gegen die Malerei ihrer Zeit los, die sie als zu intellektuell und als in Form und Thematik erstarrt betrachteten: Es entstanden großformatige Kunstwerke, die sowohl technisch als auch inhaltlich von einer großen Heftigkeit und Expressivität getragen wurden. Immer begegnet dem Betrachter dieser Bildwelten ein subjektiv-obsessiver Blick auf die Wirklichkeit, die mit einem betont kraftvollen Pinselstrich und einer überbordenden Farbgebung auf die Leinwand gebannt wird.
Dieses radikale Erleben der eigenen Wirklichkeit von einem kompromisslos-subjektiven Standpunkt aus sowie der Hang zum Technisch-Experimentellen in Form und Farbe haben die jungen Künstler der Achtzig Galerie für Zeitgenössische Kunst in ihren Werken adaptiert, weiterentwickelt und um die Begegnung mit dem Geist ihrer Zeit erweitert. Neben der Verarbeitung und Neuinterpretation menschlicher Grundthemen findet sich in den im Rahmen dieser Ausstellung zu bewundernden Werken auch immer wieder der unmittelbare Dialog mit den drängenden Fragen und ungelösten Problemen unserer eigenen widersprüchlichen Wirklichkeit.
Gezeigt werden die Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen von Patrizia Schüller (Leverkusen), Evelyn Sommerhoff (Berlin), Maxim Karikh (Mannheim), Nils Franke (Leipziger Schule), Sonja Tines (München), Holger Friedrich (Berlin), Barbara Gerasch (Berlin), Erica Golling (Dortmund) und Peter Gragert (Berlin; Skulptur).
Ferner schreibt die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst gleichzeitig vom 10. März 2010 bis zum 31. Dezember 2010 einen neuen Wettbewerb für zeitgenössische Kunst und einige Arbeitsstipendien öffentlich zur Kunstförderung in Berlin auf der folgenden Webseite aus: http://achtzig-kunstwettbewerb.appspot.com.
Die Vernissage zur Gruppenausstellung Obsessive Malerei& Neuer Zeitgeist findet am 03. September 2010 von 19:00 bis 23:00 Uhr in der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst in der Brunnenstr. 150 in 10115 Berlin (U-Bahn Bernauer Straße) statt. Die Ausstellung selbst ist für Kunstinteressierte vom 4. September bis zum 9. Oktober 2010 geöffnet.
Abbildung: Sonja Tines: „Toy story“, Ölfarbe auf Leinwand, 120 x 160 cm, 2010, Pressekontakt: Diana Achtzig, Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst, Brunnenstr. 150, 10115 Berlin, U-Bahn Bernauer Straße, Tel.: 030 64 95 81 46, Mobil: 0178 44 82 99 7
04.06.2010 - »Die bösen Wilden« in der Achtzig-Galerie
Vernissage: 02.07.2010
Gruppenausstellung: 03.07.2010 - 28.08.2010
„Big-Bang“ – das ist die neue Gruppenausstellung der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst (www.dianaachtzig.de) im Herzen Berlins. Vertreten sind die Künstler Holger Friedrich, Barbara Gerasch, Sabine Schneider, Frank Hoppmann, Mathias Melchert, Erica Golling, Diana Achtzig und Peter Gragert mit ihren Gemälden, Zeichnungen und Skulpturen.
Unüberhörbar schwingt im Titel auch der Rückgriff auf die „Neuen Wilden“ mit, die am Ende der siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts die Malerei ihrer Zeit zu erneuern versuchten. Überall in Europa und in den USA brachen junge Künstler auf, um die Kunst aus der Knechtschaft des Intellekts zu befreien und gegen die traditionellen Vorstellungen von Kunst zu revoltieren: Gewollte Formlosigkeit, Heftigkeit in Technik und Inhalt, der Hang zu expressiver Farbgebung, die auch vor Graffiti-Elementen nicht zurückschreckt, sowie die spontane und individuell-emotionale Begegnung des Künstlers mit den Grundthemen der menschlichen Existenz kennzeichneten diesen Aufbruch. Die „Neuen Wilden“ besaßen auch ihren eigenen Soundtrack, da sie ihre Emotionalität und ihr subversives Potential mit der Musik des New Wave teilten. Vorbilder wurden unter anderem aus dem Bereich des deutschen Expressionismus sowie aus dem Kader der Dadaisten rekrutiert. Martin Kippenberger für Hamburg und Georg Baselitz für Berlin zählen zu den ersten und auch berühmtesten Vertretern der „Neuen Wilden“.
Die Künstler dieser Ausstellung zeichnet derselbe Hang zu einer überbordenden Bildlichkeit, zu stilistischer Heftigkeit, zum Experimentellen und dem spontanen, „wilden“ Erleben unserer Welt aus.
Die Werke Sabine Schneiders, Marita Wiemers sowie Mathias Melcherts sind immer „wild“ und mitunter auch „böse“. Das ist ihr Blick auf eine Welt, die sich beständig im Aufruhr befindet und deren „Eckpunkte“ (z.B. Wirtschaft) dem Einzelnen zu entwachsen scheinen. Die künstlerische „Verarbeitung“ einer solchen Welt muss notwendigerweise auch ohne klassische Formbildung auskommen. An deren Stelle tritt eine Abstraktheit, die in ihrer Unbedingtheit absolut und obsessiv erscheint und oft genug bis zur völligen Dekonstruktion des Gegenständlichen geht.
Auch Erica Golling als Vertreterin der Minimal Art zelebriert in ihren Werken die Abstraktion als obsessive und notwendige Abkehr von der klassischen Formgebung. In ihren Gemälden findet sich neben der expressiven Farbgebung die vollkommene Reduktion auf geometrische Grundformen, auf die einzelnen Teile, aus denen sich unsere unentwirrbare Gegenwart zusammensetzt.
Die Arbeiten Frank Hoppmann (Karikaturist und Maler), Holger Friedrichs, Barbara Geraschs und Diana Achtzigs nähern sich dem Phänomen einer widerborstigen Wirklichkeit hingegen auf einen andere Art und Weise, die dennoch dasselbe zu zeigen versucht. Ihre Werke zeichnen sich durch eine überbordende, wilde Gegenständlichkeit aus: Ihre Bildwelten reihen Objekt um Objekt aneinander und erzählen Geschichte um Geschichte. Diese bildgewaltigen Erzählungen befassen sich stets mit menschlichen Grundthemen, wie Angst, Sexualität und Gewalt, und es ist der Künstler, der diese anthropologisch-konstanten Konflikte dann in neue, experimentelle Ausdrucksformen übersetzt: Immer wieder werden Hierarchien im Sinne klassischer Geschichten nachgebaut, die dann heftig, ja oft gewalttätig dekonstruiert werden.
Die Vernissage zur Ausstellung „Die bösen Wilden“ findet am 2. Juli 2010 von 19:00 bis 23:00 Uhr in der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst in der Brunnenstr. 150 in 10115 Berlin statt. Die Ausstellung selbst ist für Kunstinteressierte vom 3. Juli 2010 bis zum 28. August 2010 geöffnet.
04.06.2010 - »Skurrile Wesen des Urknalls« in der Achtzig-Galerie
Vernissage: 04.06.2010
Gruppenausstellung: 05.06.2010 - 26.06.2010
Alles begann mit dem „Big-Bang“. So erklärt es uns die Urknalltheorie. Demzufolge trennten sich vor Milliarden von Jahren die Einheit von Materie, Zeit und Raum und bildeten die Grundlage für die Entstehung des Universums. Um diesen Ablauf nachzuvollziehen begann im März diesen Jahres in Genf das „Urknall-Experiment“. Durch künstliche Herbeiführung des Knalls im weltgrößten Teilchenbeschleuniger soll u.a. auch das als „Götterteilchen“ bekannte Higgs-Boson nachgewiesen werden, dessen Erforschung Aufschluss über weitgehend unbekannte Teile des Universums geben könnte.
Die Werke der neuen Ausstellung der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst (Brunnenstr. 150, 10115 Berlin, U-Bahn Bernauer Straße) stellen jenen noch unbekannten Raum als Wohnort skurriler Wesen dar, die uns jeder auf seine Weise vom geheimnisumwitterten Ereignis der Entstehung des Universums erzählen.
In den Ölbildern von Holger Friedrich, Diplom-Grafikdesigner aus Berlin, geistern bizarre Gestalten durch Räume, erzählen Geschichten in surrealistisch anmutender Bildsprache. Die Figuren erinnern u.a. an Claude Monets Frauen oder an Straßenszenen der Jahrhundertwende und der 20er Jahre.
Frank Hoppmann (Münster), Illustrator und Karikaturist der Welt am Sonntag entwirft mit Acryl und Buntstiften auf Leinwand beklemmende Szenen, verwebt orgiastische Träume, in denen sich Schlangen und höllenhaftes Getier tummeln.
Sonja Tines Bilder (München) vermitteln dem Betrachter Einblicke in jenen Mikrokosmos, den jeder Mensch in seiner individuellen Lebenswelt in und um sich trägt. Phantastisch und sinnlich erzählt, laden ihre Bilder dazu ein, verschiedene Bewusstseinsebenen zu betrachten, die vor einem inneren Auge zu explodieren scheinen. Die Linol- und Materialabdrucke von Marita Wiemer zeigen Strukturen die an versteinerte Lava, Gesteinsbrocken, Erdschichten und Sand erinnern.
Neue gegenständliche und figürliche Skulpturen des Berliner Bildhauers Peter Gragert vervollständigen die Ausstellung „Skurrile Wesen“ des Urknalls.
Die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst lädt herzlich zur Vernissage am 04.06.2010 um 19.00 Uhr ein. Die Ausstellung findet bis zum 26.06.2010 statt.
Neben laufend neuen Ausstellungen fördert die Galerie Achtzig für Zeitgenössische Kunst auch den künstlerischen Nachwuchs. Bis zum 31.12.2010 können sich Künstler in den Bereichen Malerei, Grafik, Illustration, Comic, Manga, Collage, Mixed Media, Foto, Skulptur, Installation, Film, Darstellende Kunst u.a. für den Kunstwettbewerb 2010 in Berlin bewerben. Ein Studium ist keine Voraussetzung für die Kunstwettbewerbsteilnahme. Die Themenwahl ist frei. 10 auserwählte Künstler stellen ihre Werke ab März 2011 in der Achtzig-Galerie aus. Der Gewinner erhält 5000 Euro sowie einen zweijährigen Galerievertrag in den Räumen der Berliner Achtzig-Galerie. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.achtzig-kunstwettbewerb.appspot.com.
Hintergrund
Die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst wurde am 04.09.2009 in der Brunnenstrasse 150 eröffnet. Das Brunnenviertel ist mit seinen zahlreichen Galerien ein Zentrum der europäischen Kunstszene und seit langem Magnet für Künstler aller Gattungen. Die Galeristin Diana Achtzig hat an der Hochschule der Künste in Berlin (HdK), der heutigen Universität der Künste (UdK) Kunstgeschichte, Bühnenkostüm und Bühnenbild studiert, war u.a. als Modedesignerin und Dozentin tätig. Heute ist sie Galeristin der Achtzig Galerie und Artinvestmentberaterin.
07.05.2010 - Tanzende Götter in der Achtzig-Galerie
Vernissage: 07.05.2010
Gruppenausstellung: 08.05.2010 - 29.05.2010
Auch wenn der klirrende Winter mit seinen Eismassen in Berlin schon vergessen ist, die Frühlingssonne langsam die Herrschafft über die Stadt wieder übernimmt, so geht es in der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst (Brunnenstr. 150, 10115 Berlin, U-Bahn Bernauerstraße) weiterhin heiß her.
Die junge Galerie unter der Leitung der erfolgreichen Berliner Galeristin Diana Achtzig hat es sich zur Aufgabe gemacht, Berlins Forum für die junge europäische Kunstszene zu sein – und dieses Versprechen bisher mehr als erfüllt. Hinzu kommt nun die aktive Kunstförderung in Berlin Mitte. Die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst schreibt gleichzeitig vom 10. März 2010 bis zum 31. Dezember 2010 einen neuen Wettbewerb für zeitgenössische Kunst und einige Arbeitsstipendien öffentlich zur Kunstförderung in Berlin auf der folgenden Webseite aus: www.achtzig-galerie-für-zeitgenössische-kunst-wettbewerb.de, kunst-wettbewerb.dianaachtzig.de und achtzig-galerie-wettbewerb.appspot.com/Wettbewerb.html. Auch die Managerin und Galeristin Alexandrina Schmidt der Berlin Produzentengalerie (Brunnenstraße 19, 10115 Berlin, www.galerie-sucht-neue-künstler.de) unterstützt diesen Wettbewerb und die damit verbundenen Arbeitsstipendien auf ihrer eigenen Webseite der Berlin Produzentengalerie: www.berlin-produzentengalerie.de.
Die Maiausstellung in Berlin Mitte mit dem Titel „Tanzende Götter“ widmet sich den in ihrer Ausdruckskraft und ihrem Wirkungsgrad so einzigartigen griechischen und römischen tanzenden Göttern, die auf den ersten Blick „nur“ durch ihre Zartheit und Leichtigkeit zu bestechen scheinen und doch eine ungeahnte körperliche Ausdrucksform und sinnliche Momente sowie auch eine inhaltliche religiöse Tiefe z. B. im griechischen Theater, transportieren können.
Diesem kontroversen Themengebiet haben sich die Künstler der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst in Berlin Mitte über das Medium der Malerei und Skulptur angenommen. Die Gruppenausstellung ist mit interessanten Positionen gewohnt hochkarätig besetzt. Gezeigt werden die Gemälde von Mathias Melchert (Potsdam) mit Acrylfarbe, Lack auf Leinwand und Papier sowie Evelyn Sommerhoff (Berlin) mit Papierarbeiten auf Leinwand. Mit Werken in Öl werden die folgenden Positionen gezeigt: Barbara Gerasch (Berlin), Diana Achtzig (Berlin) sowie Skulpturen aus dem Werkzyklus von Peter Gragert (Berlin) aus der Dresdner Schule.
Über eine allgemeine Rolle des Tanzes in der Antike besteht eine weitgehend übereinstimmende Fachmeinung, denn in der antiken Zeit durchdrang der Tanz als elementarer Bestandteil des Lebens und der Religion alle Gesellschaftsschichten, bis eine angebliche Verbindung des Tanzes mit dem Teufel im Mittelalter konstruiert wurde. Diese Vermutung gipfelte im Mittelalter in einem plötzlichen Tanzverbot. Das Negativ-Image des Tanzes hängt offensichtlich mit dem sinnlichen Moment und der körperlichen Ausdrucksform zusammen. Nach dieser negativen Wahrnehmung im Mittelalter wird der Körper als Sitz der Sünde abgewertet. Somit zeigt diese Verteufelung nun die extremen Gegensätze und das antagonistische Verhältnis zwischen der Antike und der christianisierten Welt als Streitthema.
Bei den Positionen von Mathias Melchert, Diana Achtzig (Universität der Künste Berlin UdK, www.udk-berlin.de) und der Gewinnerin des VBK Kunstpreises (BENNINGHAUSPREIS 2009) Evelyn Sommerhoff aus Berlin (Verein Berliner Künstler, www.vbk-art.de) sowie der Malerin Barbara Gerasch (Friedrichshagen) aus der Akademie für Malerei Berlin (www.akademie-fuer-malerei-berlin.de) verdichten sich die „Tanzenden Götter“ in betörende Figuren-Arrangements aus der griechischen und römischen Mythologie, Motive aus der Literatur und Geschichte mit heutigen kunstgeschichtlichen Bezügen. In diesen Bildwelten tanzen und pulsieren die Energien der intensiven Farben Rot, Blau, Schwarz und Weiß.
Die Vernissage zur Gruppenausstellung „Tanzende Götter“ findet am 07.05.2010 in der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst (Brunnenstr. 150, 10115 Berlin) von 19:00 bis 22:00 Uhr statt.
Die Ausstellung bleibt vom 08.05.2010 bis zum 29.05.2010 für Besucher geöffnet (Do-Sa 15-20 Uhr).
02.04.2010 - Böse Frau sucht Mann in der Achtzig-Galerie
April 2010
Vernissage: Böse Frau sucht Mann am 02. April 2010 von 19 – 22 Uhr (Gruppenausstellung)
Ausstellung: 03. April 2010 – 01. Mai 2010
Die Brunnenstraßengalerie wird auch mit dieser Frühlingsausstellung am 02. April 2010 ihren Ruf als eine der erfolgreichsten jungen Galerien Berlins weiter festigen können. Die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst in Berlin Mitte startet in den kommenden erfrischenden Frühling mit einer weiteren interessanten Erotikausstellung, die ganz im Zeichen der mythologischen starken Frau steht. Diese Vernissage mit dem Titel „Böse Frau sucht Mann“ widmet sich den in ihrer Ausdruckskraft und ihrem Wirkungsgrad so einzigartigen bösen Frauen, die auf den ersten Blick „nur“ durch ihre äußere weibliche Zartheit zu bestechen scheinen und doch eine ungeahnte inhaltliche Tiefe der antiken, persischen und deutschen Mythologie transportieren.
Die Gruppenausstellung ist gewohnt mit hochkarätigen Positionen aus New York bis Berlin Mitte besetzt. Gezeigt werden die Werke von: Donald McWilliam mit Acryl- und Ölbildern (New York), Evelyn Sommerhoff mit Zeichnungen (Berlin), Barbara Gerasch mit Ölbildern (Berlin), Peter Gragert mit Skulpturen (Berlin), Mathias Melchert mit Acrylfarbe und Lack auf Leinwand und Papier (Potsdam), Maxim Karikh mit Werken in Öl (Mannheim), Frank Hoppmann mit Leinwandarbeiten (Münster), Diana Achtzig mit Aquarellen und Ölbildern (Berlin).
Grundmotiv der ausgestellten Werke ist eine weibliche und männliche Sichtweise, die von dem anmutigen Farbspiel der antiken bösen Frau getragen wird. Dieses Grundmotiv der „bösen Frau“ ist schon in der antiken Mythologie der Medusa zu finden. In der persischen Mythologie (Dämonenlehre) tauchen „böse“ Geister auf, die auch weiblich sein könnten. Ferner fliegen in
Francisco José de Goyas Werken die bösen Frauen sogar als Hexen durch die Lüfte (Fliegende Hexen (oder auch Flug der Hexen genannt)) und im Bild des Hampelmanns (Der Hampelmann) stellt er die weibliche Macht sehr offensiv dar. Weiterführend spiegelt sich das Sinnbild der bösen Frau gleichfalls in der deutschen Literatur des Mittelalters wieder.
Drei hervorragende Positionen der Achtzig-Galerie für zeitgenössische Kunst sind explizit bezüglich dieser erotischen Frühlingsvernissage am 02. April 2010 ab 19 Uhr hervorzuheben. Von der hochbegabten Gewinnerin des VBK Kunstpreises (BENNINGHAUSPREIS 2009) Evelyn Sommerhoff aus Berlin (Verein Berliner Künstler, www.vbk-art.de) werden Zeichnungen zu dieser Ausstellung im Frühling gezeigt. Auch die Achtzig-Galerie für zeitgenössische Kunst schreibt vom 10. März 2010 bis zum 31. Dezember 2010 einen neuen Wettbewerb für zeitgenössische Kunst öffentlich auf der folgenden Webseite aus: Achtzig Galerie für zeitgenössische Kunst Wettbewerb .
In der Frühlingsausstellung gewährt die Künstlerin Evelyn Sommerhoff dem Betrachter sehr tiefe Einblicke in bewegte antike und biblische Erotik. Das gesamte Werk der Künstlerin offenbart Grenzbereiche der griechischen und ägyptischen Mythologie, Motive aus der Literatur und Geschichte. In den Bildwelten von Evelyn Sommerhoff und Mathias Melchert tanzen die Energien der intensiven Farbe Rot in der Liebe, im Leben und der Gewalt. Bei der Position von Mathias Melchert (Universität der Künste Berlin UdK, UDK Berlin) verdichten sich die Figuren-Arrangements aus bösen weiblichen Fischen oder Vögeln zu tiefen Allegorien des Lebens. Hier toben weibliche Wesen durch die ungegenständlichen rötlichen Lackoberflächen der Bilder von Mathias Melchert aus Potsdam.
Die hochkarätigen Tableaus von der Malerin Barbara Gerasch (Akademie für Malerei Berlin, www.akademie-fuer-malerei-berlin.de) aus Friedrichshagen erinnern an die mächenhaften Bildwelten des Francisco José de Goyas und der Künstlerin Andrea Lehmann (geboren 1975 in Düsseldorf, Master Student bei Prof. Lüpertz) die durch die Anna Klinkhammer Galerie vertreten wird.
Die Gruppenausstellung Böse Frau sucht Mann wird vom 03. April bis zum 01. Mai 2010 in den Räumlichkeiten der Achtzig-Galerie für zeitgenössische Kunst in der Brunnenstraße 150 in 10115 Berlin Mitte zu sehen sein. Die Vernissage zur Ausstellung findet am 02. April 2010 ab 19 Uhr statt. Diese Galerie ist auch im der Online-Portal von artnet vertreten unter: www.artnet.de/achtzig.html oder www.artnet.com/achtzig.html.
05.03.2010 - Retrospektive über Maxim Karikh
Vernissage: Retrospektive über Maxim Karikh am 05. März 2010 von 19 – 22 Uhr
Ausstellung: 06. März 2010 - 27. März 2010
Mit dem russischstämmigen Künstler Maxim Karikh ist es der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst erneut gelungen, einen der hochkarätigsten Vertreter der aktuellen internationalen Kunstszene für eine Ausstellung zu gewinnen. Ab dem 5. März 2010 sind die Werke Maxim Karikhs, der gerade erst auf der „Großen Kunstausstellung“ in Nürnberg die Kunstinteressierten begeisterte, unter dem Titel Retrospektive über Maxim Karikh zu sehen. So bietet sich mit dieser Ausstellung die einmalige Gelegenheit, den persönlichen künstlerischen Werdegang eines jungen Malers zu verfolgen und die Entwicklung seiner Perspektive auf unsere Wirklichkeit nachzuvollziehen.
Maxim Karikh selbst unterteilt sein Schaffen in drei Phasen: Die erste Phase „Voyager“ kreist um die Metapher des Raums. Vor dem Auge des Betrachters entstehen menschenleere architektonische Gebilde, die sich erst auf den zweiten Blick, durch angedeutete Balkone oder Fenster, als Wohnlandschaften zu erkennen geben. Der Einsatz der Farben suggeriert eine Bewegtheit und eine Belebtheit, die sich jedoch in einem unauflöslichen Widerspruch zu der harten, geometrischen Linienführung und der Ödnis der Wohnlandschaften, die nichts Lebendiges beherbergen, befindet. Fast immer thront über diesen trotz ihrer Exaktheit (oder gerade wegen ihr?) irreal anmutenden Wohnlandschaften ein grenzenloser Himmel, der sich als bestimmendes Motiv durch die Wohnlandschaften dieser ersten Phase zieht und in sie eindringt. Oftmals wird der Raum auch gebrochen: Die Perspektive ist „fehlerhaft“ und der Betrachter wird so mit der Relativität seiner Wahrnehmung konfrontiert. Zeit und Raum sind die Wahrnehmungskategorien, die unsere Weltsicht bestimmen, und es tritt ein Moment der Gefährdung ein, wenn eine dieser Kategorien ihre Verlässlichkeit einbüßt. Zur Relativierung unseres Wahrnehmung trägt auch eine mathematisch anmutende Spielart einiger Bilder bei: Sie sind drehbar und von jeder Seite aus identisch. Man kann sich der vorgegebenen Perspektive nicht entziehen; sie entwickelt etwas Zwanghaftes.
Die zweite Phase Maxim Karikhs („Karikhgrad“) bewegt sich kontinuierlich zwischen Realität und Irrealität. Konkreta, Dinge des alltäglichen Lebens, die exakt und real gezeichnet sind (ein Koffer zum Beispiel), erscheinen vor dem Hintergrund abstrakter Landschaften, die charakterlos und ohne jede Möglichkeit der inhaltlichen Fixierung sind. Sie sind undeutbar in ihrer Allgemeinheit und so erscheinen auch die geschichtslos in die Landschaft geworfenen Gegenstände (und Lebewesen) isoliert und wesenlos. Auch hier begegnet der Betrachter somit einer Deutung von Raum, die diesmal die Fragwürdigkeit unserer Weltorientierung verdeutlicht, indem sie beständig zwischen dem Deutbaren und dem Undeutbaren, dem Konkreten und dem Abstrakten oszilliert. Auch zeitlich sind die Landschaften und Gegenstände nicht zu erfassen: Ohne individuelle Züge kann auch auf dieser Wahrnehmungsebene keine Zuordnung erfolgen. Ist der Koffer alt oder neu? Die Straße ist nur Straße; sie existiert in einer räumlichen und zeitlichen Leere, jenseits eines „Wann“ oder „Wo“.
Die dritte und jüngste Phase, die Maxim Karikh selbst einmal treffend als „Schatten unseres Daseins“ beschrieb, ist eine Aufzeichnung des menschlichen „Unterbewusstseins“. Karikh porträtiert hier die Schattenwelt der menschlichen Existenz: Sie ist bevölkert von allen Ideen und geistigen Bewegungen, Persönlichkeiten und Dingen, die der Mensch bzw. eine Gruppe von Menschen aus ihrem Bewusstsein verbannt hat. Die Bildwelten dieser Phase illustrieren, dass wir einmal Gedachtes oder Besessenes nie wieder ablegen können, dass alles um uns fortbesteht und immer wieder geisterhaft auf uns eindrängt und uns beeinflusst. Die vergessenen Ideen, Personen und Gegenstände, wie zum Beispiel der Teddybär aus dem Titelbild der Ausstellung „Auge“ (2009), erscheinen in sich einsam und traurig und sie lassen Rückschlüsse auf das ignorante oder einfach nur gleichgültige, auf das gewissenlose oder einfach nur überforderte individuelle oder gesellschaftliche Bewusstsein zu, dessen verdrängte“ Überbleibsel sie sind und das sie nun von der Peripherie her wieder zu erobern scheinen – durch die Bildwelten Maxim Karikhs kehren sie aus der Schattenwelt ins Figürliche zurück.
Die Vernissage zur Ausstellung Retrospektive über Maxim Karikh findet am 05. März 2010 von 19 - 22 Uhr in der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst (Brunnenstr. 150, 10115 Berlin) statt. Die Ausstellung ist noch bis zum 27. März 2010 für Interessierte geöffnet (Do-Sa 15 - 20 Uhr).
Die nächste Vernissage ist am 02. April 2010 von 19 – 22 Uhr. Sie trägt den Titel: Böse Frau sucht Mann (Gruppenausstellung).
05.02.2010 - Frühlingserwachen in der Achtzig-Galerie
Vernissage FrühlingsErwachen : 05. Februar 2010 von 19:00 - 22:00 Uhr
Ausstellungsdauer FrühlingsErwachen : 06. - 27. Februar 2010
Auch wenn Berlin unter den Eismassen des herrischen Winters zu zerbersten droht, geht es in der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst (Brunnenstr. 150, 10115 Berlin). weiterhin heiß her.
Die junge Galerie unter der Leitung der erfolgreichen Berliner Künstlerin Diana Achtzig hat es sich zur Aufgabe gemacht, Berlins Forum für die junge europäische Kunstszene zu sein – und dieses Versprechen bisher mehr als erfüllt.
Auch im Februar kommen Berliner Kunstinteressierte und die Besucher dieser pulsierenden Metropole in den Genuss einer ganz besonderen Ausstellung mit dem Titel FrühlingsErwachen, die nicht nur diverse künstlerische Techniken in sich vereint, sondern auch erfrischend jung und innovativ in der Künstlerwahl ist.
Gezeigt werden die Gemälde des jungen Dresdner Künstlers Nils Franke (Leipziger Schule), der Münchnerin Sonja Tines` sowie Exponate aus der Skulpturenwelt des Künstlers Peter Gragert (Dresdner Schule). Ausstellung vom 06.02.2010-27.02.2010.
Die kleinformatigen Gemälde Frankes bestechen vor allem durch ihre Detailtreue: Oft sind es kleine Portraits oder auch nur einzelne Fragmente von Gesichtern, die den Beschauer durch die vehemente Eindringlichkeit in der Darstellung und die stets düster gehaltene Farbwahl in ihren Bann zu ziehen vermögen. Ist seinen Bildern durchaus etwas Winterliches eigen, so versteht man den Titel der Ausstellung, wenn der Betrachter seinen Blick weiter in Richtung der überaus lebendigen Werke Sonja Tines` lenkt, die ihren Reiz gerade aus der überbordenden Fülle an Figuren, Formen und Farben ziehen. Abgerundet wird die Ausstellung durch die Skulpturen Peter Gragerts, die, meist in Weiß- und Gelbtönen gehalten, durch ihre abstrakten offenen Formen zum Träumen einladen.
Die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst wird auch mit dieser Ausstellung ihren Ruf als eine der erfolgreichsten jungen Galerien Berlins weiter festigen können. Durch die sorgfältige Auswahl der Künstler und die Qualität der Ausstellungen hat die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst nun auch den Sprung auf das bedeutendste internationale Internet-Kunstportal artnet geschafft, wo sie in den Kategorien Contemporary, Emerging Artists und Modern (http://www.artnet.de/achtzig.html oder http://www.artnet.com/achtzig.html) vertreten ist. Und auch in der Februar-Ausgabe des renommierten Kunstmagazins Monopol. Magazin für Kunst und Leben (www.monopol-magazin.com) wird ein kleiner Artikel dieser mit Spannung erwarteten Ausstellung gewidmet sein.
Die Vernissage zur Ausstellung „FrühlingErwachen“ findet am 05.02.2010 in der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst (Brunnenstr. 150, 10115 Berlin) von 19:00 bis 22:00 Uhr statt.
Die Ausstellung bleibt bis zum 27.02.2010 für Besucher geöffnet (Do-Sa 15-19 Uhr).
08.01.2010 - Vernissage Berlin träumt in Pastell
Vernissage Berlin träumt in Pastell : 08. Januar 2010 um 19:00 Uhr
Ausstellungsdauer Berlin träumt in Pastell : 09. - 30. Januar 2010
Berlin träumt in Pastell
Die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst startet in das neue Jahr mit einer weiteren interessanten Ausstellung, die ganz im Zeichen der zarten Farben steht. Die Ausstellung mit dem Titel „Träume in Pastell“ widmet sich den in ihrer Ausdruckskraft und ihrem Wirkungsgrad so einzigartigen Pastelltönen, die auf den ersten Blick „nur“ durch ihre Zartheit und Leichtigkeit zu bestechen scheinen und doch eine ungeahnte inhaltliche Tiefe transportieren können.
Die Gruppenausstellung ist gewohnt hochkarätig besetzt. Gezeigt werden die Gemälde Alexandra Badts (Den Haag), Sabine Schneiders (Berlin), Sonja Tines`(München) und Donald McWilliams (New York) sowie Skulpturen aus dem Werkkorpus Peter Gragerts (Dresdner Schule).
Grundmotiv der ausgestellten Werke ist eine gewisse Leichtigkeit und Flüchtigkeit, die von dem anmutigen Farbspiel der Pastelltöne getragen wird. Nicht nur dem blassen, trüben Winter setzt diese Farbsprache ihre Lebendigkeit und Dynamik entgegen, sondern das Feld der Beziehungen lässt sich noch weiter spannen: In dem grenzenlos leicht anmutenden Zusammenspiel von Farbe und Licht erinnern die Werke nicht nur an die Bilder der Impressionisten, sondern die pastellenen Bildwelten und Skulpturen suggerieren dem Betrachter auch das Gefühl eines möglichen nahenden Aufbruchs in eine bessere Zukunft. Die hier vorherrschende positive Grundstimmung kann so vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse durchaus als künstlerischer Kommentar auf die sich erholende Wirtschaft gelesen werden.
Die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst wird auch mit dieser Ausstellung ihren Ruf als eine der erfolgreichsten jungen Galerien Berlins weiter festigen können. Durch die sorgfältige Auswahl der Künstler und die Qualität der Ausstellungen hat die Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst nun auch den Sprung auf das bedeutendste internationale Internet-Kunstportal artnet geschafft, wo sie in den Kategorien Contemporary, Emerging Artists und Modern ( www.artnet.de/achtzig.html oder www.artnet.de/achtzig.html) vertreten ist. Und auch in der Januarausgabe des renommierten Kunstmagazins Monopol. Magazin für Kunst und Leben (www.monopol-magazin.com) wird ein kleiner Artikel dieser mit Spannung erwarteten Ausstellung gewidmet sein.
Die Gruppenausstellung „Träume in Pastell“ wird vom 09. Bis zum 30. Januar 2010 in den Räumlichkeiten der Achtzig-Galerie für Zeitgenössische Kunst in der Brunnenstraße 150 in 10115 Berlin zu sehen sein. Die Vernissage zur Ausstellung findet am 08. Januar 2010 von 19 bis 22 Uhr statt.
ZDF-Beitrag - „Berlin Brunnenstraße - Quelle der Kunst“
seit dem 27.09.2009 bleibt auch die Achtzig - Galerie für zeitgenössische Kunst und ihre Ausstellung »Quentin Tarantino - Ästhetik der Gewalt« nicht unerwähnt in der Mediathek des ZDF (Link 1) ((Link 2) bei StreamTv (Link 3) )

















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Achtzig - Galerie für
zeitgenössische Kunst
Adresse der Galerie
Brunnenstr. 150
10115 Berlin
Email: info@dianaachtzig.de